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Rundwanderung auf dem Fürstin-Gina-Weg, Liechtenstein

am 07.07.2026

Pünktlich um 6:00 machten sich 10 Sektionsteilnehmer bei bestem Wetter auf den Weg nach Liechtenstein. Angekommen in Vaduz brachten uns die beiden Sektionsbusse zuverlässig über viele steile Kehren hoch bis nach Malbun. Um 8:00 vor Ort eingetroffen, wurden dann schnell die Blasen entleert, die Wanderschuhe geschnürt und die Rucksäcke geschultert – die Neugierde auf die Tour stieg.

Wir wanderten ein paar Meter in Richtung Ortskern und bogen dann links zur Friedenskapelle ab. Ab hier führte uns ein breiter Fahrweg (mit erstem Kuhkontakt), später dann ein kleiner Steig nach ca. 2,5 km und 380 hm auf das Sareiserjoch. Der schmale Steig gab uns schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die unglaubliche Vielfalt der Pflanzenwelt. Die Sonnenstrahlen brachten die umliegenden Berge und Blumenwiesen zum Leuchten, was dazu führte, dass immer mindestens ein Gruppenmitglied irgendwo sitzend, liegend oder stehend am Fotografieren war. Nach einem kurzen Mitglieder-Fotoshooting ging es schließlich über einen blumenbewachsenen Wiesengrat mit bester Aussicht auf die umliegenden Berge und unterhalb dem Spitz weiter in Richtung Augstenberg. Hier wurden erstmals an kleinen seilversicherten Stellen die Hände gebraucht und es gab die erste Kraxelei, die alle super und problemlos meisterten.
 

Immer wieder wurde die Vielfalt der Alpenblumen bestaunt, fotografiert und die ein oder andere Blume bestimmt. Kurz vor dem Gipfelanstieg stockte die Karawane erneut. Ein Schneehuhn hatte ihre beiden Jungen „verloren“. Aufregung pur beim Huhn und auch bei uns. Wir warteten geduldig, bis das Huhn ihre Jungen wiedergefunden hatten und machten uns dann weiter auf den Weg. Begleitet von „Tierrufen“, die durch die Berge hallten, sich aber nicht wirklich zuordnen ließen. Es wurde spekuliert, ob es denn „Bergkröten“ gab, bis wir diese Laute dem Schneehuhn zuordnen konnten. Die letzten 200 hm zum Zielgipfel des Augstenberges auf 2.359 m wurde das Gelände immer schrofiger und felsendurchsetzt, so dass Konzentration gefordert wurde. Um 10:30 erreichten wir den Gipfel und bestaunten die weite Rundumsicht in alle Richtungen. Wir hatten Sicht bis zum Bodensee, den Säntis und weiteren Gipfeln, die wir mithilfe von Apps bestimmen konnten. Wir fanden ein schönes Plätzchen, wo es für alle erst mal eine Gipfelschoki als Belohnung und die langersehnte Brotzeit gab, auf die sich jeder hungrig freute.

Weiter ging es dann über Gras-Felsen-Gelände in Richtung Pfälzerhütte, wo nochmals unsere Tritt- und Schwindelfreiheit getestet wurde. Immer inmitten von schönen bunten Wiesen mit einer unglaublichen Artenvielfalt an Alpenblumen. Angekommen auf der Hütte gab es einen kleinen Zwischenstopp mit Kuchen, Kaffee, heißer Schoki und Kaltgetränken (Tipp: Der Apfelkuchen ist bedeutend größer als der Johannisbeerkuchen).

Ein breiter Fahrweg brachte uns schließlich 200 hm hinunter und anschließend über einen kleinen Wiesenweg wieder hoch auf die Tälihöhi.

Von dort ging es dann über einen kleinen, aber steilen Steig zwischen Blumen hinunter Richtung Malbun. Kurz vor dem Ziel gab es dann noch die Möglichkeit, für einen Panorama-Rundweg etwas oberhalb von Malbun, den schließlich 7 der 10 Teilnehmer noch zum „Auslaufen“ nützten. Gegen 16:00 Uhr kamen wir alle nach 15 km und knapp 1000 hm mit vielen neuen Eindrücken, Gesprächen, Erinnerungen und „Wow-Momenten“ am Parkplatz und schließlich um 18:00 wieder in Mindelheim an.

Vielen Dank an alle Teilnehmer für diese schöne, gelungene Tour!

Bericht und Bilder: Gabi Hohenleitner