Görgeleck, die Tour der Alternative
Morgens um 08:00 Uhr ging es pünktlich los. Der Wetterbericht hatte Bewölkung und Temperaturen um 22 Grad vorhergesagt, mit Schauerneigung am Nachmittag.
Nach gut einer Stunde erreichten wir fünf den Kenzenparkplatz in Halblech, der schon recht gut belegt war. Schnell wurden die Schuhe geschnürt und die Rucksäcke geschultert.
Die Brücke über den Halblech queren und dann wenige Schritte weiter rechts ab auf den Trauchgauer Höhenweg. Zunächst ging es etwas steiler bergauf, in einigen Kehren, immer auf dem Höhenweg verbleibend. Nach einer halben Stunde dann an einer Gabelung halbrechts in den Wald auf einen recht steilen, steinigen Weg, der aufgrund des Regens vom Vortag an manchen Stellen recht rutschig war.
Nun hieß es: eine gute Stunde „Steinetreten“. Nach einer kurzen Trinkpause wurde der Weg flacher, die Steine verschwanden, und wir schritten auf einem schmalen Steig durch den Wald. Bald erreichten wir eine große Wiese mit dem Gipfelkreuz. Der richtige Gipfel war jedoch noch gut 15 Minuten und 60 Höhenmeter entfernt. Also: Endspurt zum Ziel.
Eine schöne Aussicht auf den Forggensee und seine Trabanten entschädigte uns für den kräftezehrenden Aufstieg. Leider kam nun ein scharfer, kalter Wind auf, der nicht so recht zur angedachten Brotzeit passen wollte. Aber es gab ja eine Alternative: schnell zurück zum Gipfelkreuz mit nahe dabei stehender Bank. Aber auch hier: scharfer Wind von hinten.
Also: Alternative 2. Zwei Holzstapel boten sich zur Rast an und wurden schnell besetzt. Nach der Pause folgte noch das obligatorische Gruppenfoto mit Kreuz.
Für den Abstieg wählten wir natürlich eine Alternative aus. Nummer 3! In großem Bogen ging es leicht bergauf nach Osten, und schon 30 Minuten später erreichten wir den bergab führenden kleinen Weg. Nach knapp 20 Minuten „Steinetreten“ wurde der Trauchgauer Höhenweg erreicht. Fast eben ging es nun in rund 45 Minuten bis zu der vom Aufstieg bekannten Abzweigung am Waldrand. Anschließend, teilweise steil, zurück zum Kenzenparkplatz.
Hier trafen wir zufällig zwei Radler und wurden mit einem „Hallo!“ begrüßt, denn die zwei waren, welch ein Zufall, Mitglieder der Sektion Mindelheim.
Anschließend sollte es zur Einkehr ins Berghofer Biostadl gehen. Leider hatte die Besitzerin den Laden aufgegeben. Er war geschlossen. Aber wir hatten ja Alternative 4: Skistadl Halblech, nur fünf Minuten entfernt! Der Skistadl entpuppte sich als eine Art Biergarten mit Café.
Eine nette Bedienung, kalte Getränke und leckerer Kuchen stellten alle Tourteilnehmer zufrieden. Wir saßen hier in der schönen Nachmittagssonne schon etwas länger als geplant, aber manchmal muss man die guten Alternativen auch ausnutzen.
Die Rückfahrt im Bus wurde dann von einigen „Hinterbänklern“ für ein Schläfchen genutzt.
Das Görgeleck ist einer der ruhigen Gipfel in den Ammergauern. Wir sind nur einer Handvoll Menschen begegnet. Aber das machte den Reiz der Tour aus: Stille, einsame Wege, kaum Menschen, neue Eindrücke, Ruhe und natürlich Alternativen.
Bericht und Fotos: Günter Neumann






