Hohe und Niedere Bleick – 2 Gipfel
Die Wettervorhersage für den Tourentag verhieß nichts Gutes. Veränderliches Wetter, warm, mit Gewitterneigung. Nach kurzer Besprechung vor dem Start waren wir uns alle einig: Wir gehen es an! Dann ging es um 07:00 Uhr los Richtung Parkplatz Unternogg bei Saulgrub in den Ammergauern. Der KOSTENLOSE Wanderparkplatz war fast leer, und schnell waren die Wanderschuhe geschnürt und die Rucksäcke geschultert.
Auf ging’s zur Niederen und zur Hohen Bleick. Vom Wanderparkplatz ging’s über die Halbammerbrücke und dann links auf einen breiten Forstweg. Die Sonne war noch nicht richtig heraußen, aber warm war es schon.
In flacher Steigung zog sich der Weg dahin, und schon nach einer Stunde erreichten wir die nicht bewirtschaftete Saulochhütte (1.110 m). Nach einem Fotostopp und einer Trinkpause ging es weiter auf dem Forstweg, der nun etwas steiler wurde. Eine halbe Stunde später erreichten wir nach einer Linkskurve dann die nette Lähnbachhütte (1.270 m), die zwar unbewirtschaftet, aber mit einer schönen Terrasse mit zwei Tischen und vier Bänken ausgestattet war. Dazu war auch noch eine Quelle vorhanden. Dieses Angebot wurde von den Tourenteilnehmern gerne angenommen und eine Pause wurde eingelegt.
Der Forstweg war an der Hütte zu Ende, und weiter ging es auf einem schmalen, wurzeligen und recht steilen Pfad, der sich durch den dichten Wald schlängelte. Die Sonne brannte nun vom Himmel. Zum Glück spendete der Wald genug Schatten und die Temperatur war gut auszuhalten. Hin und wieder ging ein schneller Blick zum Himmel und die aktuelle Wettervorhersage wurde noch einmal auf dem Handy gecheckt. Puh, noch alles im grünen Bereich.
Nach gut einer Stunde hatten wir das erste Ziel, die Niedere Bleick (1.589 m), erreicht. Ein weitläufiger, grasiger Gipfel mit Gipfelkreuz und drei Bänken empfing uns. Nach einem schnellen Gipfelfoto gab es erst einmal eine ausgiebige Brotzeit. Das Wetter meinte es weiterhin gut mit uns. In weiter Ferne waren allerdings einige dunkle Wolken zu sehen, die aber zum Glück nicht in unsere Richtung zogen.
Nach der Pause ging es dann in die Senke zwischen Niederer und Hoher Bleick zur Bleickhütte. Diese war zwar einladend, aber leider verschlossen. Nun stand der „Endspurt“ zur Hohen Bleick an. Noch gut 100 Höhenmeter über einen schmalen, teils sumpfigen Pfad, der fast komplett in der Mittagssonne lag. An einigen Stellen waren Bohlen zum Überqueren der sumpfigen Stellen ausgelegt. Kurz vor dem Gipfel wurde es noch einmal steil.
Und dann: Rund um das Gipfelkreuz und die dazugehörige Bank lag eine komplette Kuhherde, die wiederkäuend den Platz für sich beanspruchte. Als kleine Zugabe waren dann natürlich noch Hunderte Fliegen, Schnaken und Bremsen da, die zuerst die Kühe und dann uns umschwärmten. Eine ausgiebige Gipfelrast machte hier wenig Sinn. Schnell ein paar Fotos und dann zügig zurück zur Niederen Bleick. Auf dem Weg kamen wir dann noch an einem verwitterten Baum vorbei. Es wurde spekuliert, ob es sich um einen Totempfahl der Einheimischen oder einfach um einen Blitzeinschlag gehandelt hat. Hier wurde dann noch mal geschaut und fotografiert.
Wolken und Wetter wurden beobachtet. Das Fazit: Passt alles noch. Wir kommen vielleicht trocken zurück zum Tourbus.
Dann ging es an den Abstieg. Recht schnell waren wir wieder an der Lähnbachhütte und machten eine kurze Rast. Weiter über den Forstweg zurück zum Parkplatz. Nun stand noch die Einkehr an. Der Jaga Thomas hat seinen Betrieb leider eingestellt. Wir mussten uns etwas anderes suchen, aber in Saulgrub gibt es ja das Café Wurms. Wir bekamen dort einen großen Tisch und gaben der netten Bedienung unsere Bestellung. Heute waren Kaffee und Kuchen der absolute Renner. Anschließend ging es zurück nach Mindelheim.
Fazit: Das Wetter hat gehalten. Es war eine schöne, aber doch schon etwas anstrengende Tour, die Einkehr war prima.
Danke an alle, die dabei waren.
Günter









