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Zwei Tages Tour: Känzele und Klostertaler Klettersteig

vom 05.06 bis 06.06.20222

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Abfahrt der 12- köpfigen Gruppe um 6.00 Uhr in Richtung Bregenz, CO2 sparend mit einem 8 Sitz-Bus und einem PKW, zu unserem ersten Ziel: der Känzele-Klettersteig unterhalb des Pfänders. Dieser Steig bietet vom gleichen Einstieg aus 3 unterschiedlich schwere Varianten (von B/C zu C und zu D). Für jede Variante benötigt man ca. 30 Min. und man muss nach dem Ausstieg in ca. 40 min. wieder zum Einstieg zurückwandern, um erneut einsteigen zu können. Der Steig ist daher ein idealer Trainings-klettersteig. Schnell bekommen die Teilnehmer Vertrauen in ihr eigenes Können und ein Teil der Gruppe meistert auch die D-Variante problemlos – da dann zusätzlich mit einem Seil durch die Tourenleitung gesichert.
Gegen 13.00 Uhr sind wir fertig - zum Abschluss gibt es den Milchkaffee auf der Aussichtsterrasse von Burg Gebhardsberg mit traumhaftem Ausblick auf den Bodensee.
Der gemeldete Regen kommt wie angekündigt gegen 15.00 Uhr – da sind wir aber schon beim Umziehen in der Kletterhalle K1 in Dornbirn. Dort verbringen wir den regnerischen Nachmittag mit Schnupperklettern. Für einige Teilnehmer eine völlige neue Erfahrung, sind ausnahmslos alle innerhalb weniger Stunden zu begeisterten Kletterer/innen geworden. Die Halle bietet ca. 10 kurze und leichte Topropestationen mit eingehängtem Seil - ideal für Kinder und Anfänger. Wäre schön, wenn wir ähnliches auch auf unserer Anlage verwirklichen könnten. Hier nochmals ein Dankeschön an Alexander Laug und Winnie Fischer die als Helfer fungieren.
Gegen 19.00 Uhr erreichen wir unsere Unterkunft: Berggasthaus „ZIMBA“ am Bürser Berg. Ein tolles Haus, Hüttenflair, liebvolle 2 + 3 Bett Zimmer, Dusche und tolles Essen – Bergsteigerherz was willst du mehr – ach ja, vielleicht dieses schöne Gefühl, mit rundum zufriedenen Teilnehmern mit einem Glas Rotwein auf einen gelungenen Tourentag anzustoßen.


Der nächsten Morgen erwartet uns mit strahlend blauem Himmel und idealen Wetteraussichten. Ein Muss für das heutige Ziel: der „Klostertaler Fellbach Klettersteig“. Eine deutlich anspruchsvollere Tour wie gestern: eine riesige Wand mit 700 Höhenmetern, 3 h reine Kletterzeit, kein Zwischenausstieg möglich und gespickt mit einigen C/D-Stellen.
Unsere Tourenplanung: 6 Stunden inklusive Pausen, Zu- und Abstieg.  Über diese Länge ist kraftsparendes und effektives Clippen sehr wichtig und auch eine gute Technik für den hilfreichen Einsatz der Ruheschlinge, z.B. im Überhang oder bei kniffligen Querungen. Dies bringt eine wesentliche Kraftersparnis, wir müssen dies in den Kursen und bei den Übungsklettersteigen noch intensiver schulen.
Im Steig selber folgen auf anstrengenden Passagen auch immer wieder Rastplätze, um sich zu erholen und vor allem die gewaltige Aussicht ins Montafon zu genießen. Der Wasserfall und die Sonne im Rücken laden zudem zu fantastischen Fotomotiven ein.
Kurz vor dem Ausstieg kommt eine recht glatte, trittarme Querung die max. Armkraft fordert. Die Passage in der Schwierigkeit C/D wird von der Tourenleitung hintersichert und so meistern alle Teilnehmer mit Bravur auch diese letzten Stellen, um gleich darauf megastolz am Ausstieg zu stehen.
Aus den anfangs „nur“ Teilnehmern ist in den beiden Tagen ein Team geworden, das auf einander aufpasst, sich motiviert und immer eine helfende Hand hat -  gemeinsam haben wir unser Ziel erreicht.
Gegen 16.00 Uhr erreichen wir wieder den Parkplatz. Nach kurzer Fahrt lassen wir in einem Biergarten bei Wurstsalat und Radler die Tour ausklingen.
Danke an Hannes, Alex und Winnie, ohne deren engagierten Einsatz wären solche Touren und Teilnehmerzahlen undenkbar.

Bericht: Peter Wiedemann
Bilder: Lukas Geiger, Alex Laug, Winnie Fischer, Peter Wiedemann