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Verpeilspitze und Wazespitze

Zwei "Jungs von uns" auf`m Weg in höheres Terrain

Verpeilspitze und Wazespitze

Mitte August brachen wir Richtung Pitztal auf, um die Verpeilspitze (3425 m) und die Wazespitze (3533 m) zu besteigen.

 Aber der Reihe nach. Nach unerwartet zäh fließendem Verkehr am Fernpass erreichten wir später als geplant den Parkplatz zur Kaunergrathütte bei Plangeroß im hinteren Pitztal.  Den 1200 Hm-Aufstieg zur höchstgelegenen (2817 m) Hütte der Umgebung hatten wir trotz unserer schweren Rucksäcke in knappen 3 Stunden geschafft. Nach dem Abendessen legten wir uns müde und mit vollen Mägen in unsere Lager.

 Nach einer durchwachsenen Nacht aber einem umso besseren Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Einstieg der Verpeilspitze. In herrlicher, leichter Kletterei (11 Seillängen, bis 3+) erreichten wir über den Süd- und Westgrat den Gipfel, von dem sich uns eine tolle Rundumsicht bot. Für den Abstieg wählten wir den Normalweg. Zufrieden über das Erlebte und die schöne Tour kamen wir gerade rechtzeitig „zum Kaffe“ wieder zur Hütte.

 Für den zweiten Tag hatten wir uns den Hausberg der Kaunergrathütte, die Wazespitze, vorgenommen. Dass diese – der Aufstieg war über den Ostgrat geplant - ein anderes Kaliber als die Verpeilspitze ist, mussten wir schon zu Anfang feststellen. Über ein in der Früh noch hart gefrorenes Schneefeld kamen wir zum Originaleinstieg. Nach einem längeren Quergang trifft man hier auf die Stelle, an der die zweite Zustiegsmöglichkeit auf unsere Route trifft. Allerdings hatten wir schon kurz darauf einen, wie sich später herausstellen sollte, fatalen „Verhauer“, also die Route verloren…. Nach scheinbar endlosem suchen, hinauf- und wieder heruntersteigen fanden wir den richtigen Steig aber wieder und machten uns auf den weiteren Weg. Nach einigen weiteren Seillängen hatten wir die Hauptschwierigkeiten eigentlich auch schon hinter uns, mussten uns aber eingestehen, dass es klüger war, den Aufstieg abzubrechen. Auf Grund der schon sehr weit fortgeschrittenen Zeit wären wir beim Abstieg sicher in die Dunkelheit gekommen, was uns wegen der schwierigen Wegfindung und dem Finden bzw. nicht finden der Abseilstellen als zu gefährlich erschien.

 Am nächsten Tag ging es dann weiter über das Apere Madatschjoch zu Verpeilhütte, wo wir am Abend noch ein paar leichtere Sportklettertouren am hüttennahen Klettergarten machten.

Die für den kommenden Tag geplanten Routen am Verpeilturm mussten wir wegen der sehr unsicheren Wetterlage ebenfalls streichen. So traten wir nach ein paar erlebnisreichen Tagen die Heimreise an.

 

Text/Bilder: Hans Hörmann