Inhalte ausblenden

Traumhafte Vier-Seen-Tour

am 15.09.2019

Was lange währt wird endlich gut, dieses Sprichwort passt auf unsere Vier-Seen-Tour.
Im letzten Jahr sollte die Tour stattfinden, jedoch war die Strecke ins Tannheimer Tal ausgerechnet an diesem Tag gesperrt. So wurde es nur eine Zwei-Seentour mit Aufstieg von Hinterstein aus.
Der zweite Anlauf war der 31. Juli 2019. An diesem Tag machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung.

Am Sonntag, den 15.9.2019 also der dritte Anlauf bei optimalen Bedingungen. Es treffen sich 8 Teilnehmer am Parkplatz Vilsalpsee. Erst geht es rechts entlang des Vilsalpsees (1.168 m). An der Vilsalpe wird es ernst und der Weg steil. Ab hier geht es für 2 Stunden teilweise steil bergauf. Vor uns liegt rechts das Gaishorn, das Rauhhorn und links das Kugelhorn.
Ein großes Lob an die „Wegemacher“, der Jubiläumsweg ist neu präpariert worden und die gefährlichen Stellen mit einem Stahlseil gesichert. Der spektakuläre Ausblick nach Westen auf die nächsten Allgäuer Gipfel sowie der Blick zurück Richtung Vilsalpsee sind uns eine Pause wert.
Ausgeruht beginnt nun die Querung des ausgesetzten Grashanges unterhalb des Kugelhorns. Nach und nach kommt der unterhalb liegende Schrecksee in Sicht. Ein Teil der Gruppe steigt zum See ab. Dort sind an diesem Sonnentag viele Bergbegeisterte unterwegs. Die ganz Mutigen wagen sogar einen Sprung in den eiskalten See. Weiter geht es nun Richtung Landsberger Hütte. Der Weg zieht sich am Grad entlang. Nach 2 Stunden ist die Hütte und der dritte See die „Lache“ sichtbar. Auf der Landsberger Hütte bietet sich eine willkommene Einkehrmöglichkeit vor dem Abstieg. Von der Terrasse aus lassen sich die Kletterer auf dem Klettersteig „Lachenspitze Nordwand“ sehr gut beobachten.
Über eine Felsstufe (dem „Wandl“) , die fast durchgehend mit Ketten gesichert ist, gelangen wir zum Traualpsee. Bei der Staumauer beginnt der Abstieg zum Vilsalpsee. Wegen des großen Felsabsturzes unterhalb der Schochenspitze wird weiter unterhalb der frühere Weg verlegt. Am Seeufer entlang kommen wir stolz und zufrieden an.

Es ist eine ungemein abwechslungsreiche, aber auch lange Tour mit 16.5 km und 1.100 hm Auf- und Abstieg. Auf der Heimfahrt erwartet uns ein langer Stau.
Aber wie könnte es an einem so traumhaften Tag anders sein? Wir sind eben nicht alleine unterwegs.

 

Text/Bilder: Conny Marschall