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Tour in einen Hütten-Winterraum – mal was ganz anderes

Parkplatz Grins

Sonnenaufgang

Morgenstimmung

Morgenstimmung

Im Aufstieg - die Parseier im Hintergrund

Mondlandung

Am Gipfel des Gatschkopfes

Am Gipfel der Parseierspitze

Abstieg der Parseierspitze

Am ehemaligen Grinnerferner mit dem Ostgrat im Rücken

Die Augsburger Hütte

Roland Rambo Stallone

Tourenleitung Richard

Viele DAV Hütten besitzen einen kleinen und einfach ausgestatteten Selbstversorgerraum mit Kochgelegenheit, Geschirr, Holzofen und Matratzenlager in dem man übernachten kann. So kann man auch nachdem die Hütten schon geschlossen haben noch Mehrtagestouren durchführen. Oftmals braucht man zum Aufsperren allerdings einen DAV Winterraumschlüssel den man aber in unserer Geschäftsstelle ausleihen kann. Dieser passt zu allen DAV Winterräumen.

Unser Tourenleiter, Richard Kocher, hat sich die auf 2.300 m gelegene Augsburger Hütte ausgesucht. Zu sechst sind wir und gehen bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen den südseitigen Aufstieg mit 1300 Hm von Grins (bei Landeck im Inntal) aus. Kurz unter der Hütte finden wir, den Angaben gemäß, die Wasserquelle – super; ein Problem weniger! Trotzdem steigt die Anspannung etwas: wie viele sind wir im Winterraum? – aber alles gut, nur ein weiterer Wanderer hat sich eingefunden.
Jetzt ist Teamarbeit angesagt: Holz holen, anheizen, Wasser holen, Nudelwasser aufsetzen – es gibt Spagetti mit Tomatensoße, Teewasser vorbereiten…usw. Allmählich wird auch der Raum warm, es wird heimelig,  gemeinsames Essen, endlose Geschichten, Zeit haben für einander. Nach dem Abwasch hat jeder noch einen kleinen Nachtisch dabei der großzügig ausgebreitet wird. Vor dem Schlafengehen noch ein fantastischer Blick ins Lichtermeer im Tal. Das Matratzenlager ist in einem sehr sauberen Zustand, die Nacht wird frisch, aber es gibt genügend Decken.

Am nächsten Morgen führt  unser Weg bei wolkenlosem Himmel über den Gatschkopf  (2.945 m) in die Patrolscharte und von dort in einer schönen Kletterei im 3er Blockgelände über den Ostgrat auf den Gipfel der Parseierspitze (3.036 m). Die Aussicht oben ist ungehindert. Der „Normalweg“ runter hat es nochmals in sich – steiles 2er Gelände zum Abklettern. Richard hat ein Seil dabei, das dann auch zum Einsatz kommt. Die letzten Meter hangelt man sich an einem Stahlseil über eine senkrechte, glatte Wand hinunter auf den inzwischen abgeschmolzenen Grinner Ferner, das erfordert erhebliche Armkraft.

Der weitere Abstieg ist dann eine Mischung aus anspruchsvollem Ablaufen und klettersteigähnlichen Seilsicherung bis zur Wasserquelle wo wir auf den Wanderweg treffen, insgesamt  2000 Hm Abstieg bis zum Parkplatz

Und warum kommt der Bericht so spät? Wir haben mit dem Schreiben gewartet bis der Muskelkater nachgelassen hat….:-)

 

Text: Peter Wiedemann