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Tiefschneekurs mit Verschüttetensuche

vom 11. – 13.02.2022

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Am Freitag versammelten sich die 10 Teilnehmer:innen um 18.00 Uhr in der Geschäftsstelle, um die theoretischen Grundlagen der Lawinenkunde durch Hubertus Kraus zu vertiefen. Wichtigste Grundregel vor jeder Tour ist der Check des Lawinenberichtes -> wir sollen uns informieren, in welches Gebiet, welche Tour, welche Warnstufe der Lawinengefahrskala herrscht, auf welche Höhe, wie ist das Gelände, die Steilheit, die Exposition, der Wind, welche Gefahrenstellen können auftreten? Hubertus erklärte uns die Anwendung der DAV-Snowcard, auch welche Hilfsmittel, z. B. Apps und topographische Karten verwendet werden können.
Nach so viel theoretischem Wissen durften wir am Samstag in die Praxis starten. Bei traumhaft sonnigem Winterwetter und ein paar Zentimeter Neuschnee über Nacht fuhren wir den Rohnenlift in Zöblen hoch, um uns erst an der Piste einzufahren. Unser Guide Gerhard Schlodder führte uns abseits der Piste in die Techniken des Tiefschneefahrens ein und erklärte anschaulich die Positionen, Hoch-Tief-Bewegungen, Gewicht/Druckverlagerung (Andrea prägte sich vor allem den Druck am großen Zeh ein), Armhaltung und stabile Körpermitte. Da Gerhard bei jeder Abfahrt noch einen unverspurten Tiefschneehang fand und jede:r mit sichtlichem Spaß die Techniken umsetzen und verinnerlichen konnte. Sichtlich geplättet fuhren wir nach dem obligatorischen Schäpschen zurück in die Heimatorte.
 

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Die Beine waren zwar am Sonntag Früh bei einigen noch ein bisschen schwer, aber bei dem bevorstehenden Programm und dem schönen Wetter war das schnell vergessen. Wir ließen uns mit der Wannenjochbahn hochbringen und teilten uns in zwei Gruppen auf. Die Hälfte fuhr mit Hubertus an einen sonnigen Hang, um die Verschüttetensuche mit einer Person und auch Mehrfachverschüttungen zu üben. Nach den guten Erklärungen und Anweisungen von Hubertus simulierten wir die Rettung mit Hilfe des LVS-Gerätes, Sonde und Schaufel, bei der wir sichtlich ins Schwitzen kamen. Interessant war ebenfalls die Messung der Hangneigung und das Erkennen und Beurteilen von Schwachschichten anhand eines Schneeprofils. Wir waren alle der Meinung, dass wir jetzt gut gerüstet und vorbereitet sind, jedoch nicht unbedingt in eine solche Situation geraten wollen.
Die zweite Gruppe fellte unterdessen auf und stieg in der Mittagssonne Richtung Kühgundrücken auf. Mit dem Blick auf den gegenüberliegenden Bschießer fuhren wir ab zum Stuibensattel, wo Gerhard uns die Rinne zeigte, in die wir gleich Richtung Stuibenalpe abfahren sollten. Vor der Einfahrt checkten wir noch die Lawinensituation und fuhren einzeln linksseitig ein und was soll ich sagen: Einfach nur Spaß haben! Es war ein Traum, bei diesem unverspurtem Powder unsere Tiefschneespuren zu hinterlassen und mit einem Lächeln im Gesicht die ca. 300 hm zum Schlepplift abzufahren.
Oben wieder angekommen, wechselte unsere Gruppe zur Verschüttetensuche und die andere Hälfte kam in den Genuss der Tiefschneeabfahrt.
Am Ende der drei Tage bedankten sich die Teilnehmer:innen bei den Guides für die tolle Leitung des Kurses und erhielten das Feedback, dass alle für sich was mitgenommen haben und sich jeder bei der Fahrtechnik verbessert hat.

 

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Kursleiter:
Hubertus Kraus – LVS und Verschüttetensuche
Gerhard Schlodder – Tiefschneekurs

Teilnehmer:
Martin Herb, Andrea und Konrad Krötzsch, Walter Krößer, Simone Kühn, Alex Laug, Claudia und Wolfgang Mauler, Sabine Müller, Silvia Schmid

Bericht: Sabine Müller