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Paddeltour auf der Wörnitz

am Sonntag, 21.06.2019

Teilnehmer:   Alois Egger
                       Günther Maute
                       Klaus Zitzelsberger
                       Georg Schietinger
                       Maria Hulakova
                       Siegfried Weippert
                       Christina Weippert

Da die Tour vom Maitermin verlegt werden musste, wurden nach Wasserstands- und Wetterprüfung spontan die Interessenten aktiviert.


Was tangiert eine Paddeltour mit der Mondlandung vor fast genau 50 Jahren? Wir fahren durch das Ries und stehen am Rande des großen Rieskraters, in dem damals die Astronauten zu den Impaktgesteinen des Erdtrabanten wie z. B. Suevit geschult wurden.

Überpünktlich sind alle an der Einsatzstelle, der Schiffswiese bei km 19,7. Die alte Stein-brücke, die imposante Harburg und dazu Reiher, Schwäne, Stockenten und Blesshühner in der Morgensonne – Romantik pur. Schnell verinnerlichen wir, dass die Wörnitz kaum fließt und „Schieben“ heute angesagt ist. Dafür aber entschädigt die parkartige Bachführung mit allen Seerosenvarianten, Froschlöffeln, Blutweiderich, Baumriesen aller Couleurs, Schilfpassagen und schön bebuschten Ufern. Die einheimische Vogelwelt ist extra versammelt. Die historisch interessante Steinbrücke in Ebermergen bietet Seerosenfelder fast bis zur „Verkrautung“ an. Am Überfallwehr Wörnitzstein treibt uns eine dicke Gewitterwolke aus dem Wasser und ins Gasthaus „Braun“ – Mittagessen – empfehlenswert.


Günter übt Hosenwechsel mit Überschlag rückwärts, erste Blasen werden begutachtet und gutgelaunt wieder alle Boote aufs Wasser gesetzt. Dann wird lange der Blick fokussiert auf die über der Umgebung trohnende Kalvarienbergkapelle, deren Kalkunterbau als „Zentral-hügel“ auch noch dem Asteroideneinschlag zuzuschreiben ist. Schon in Sicht des Liebfrauen-münsters von Donauwörth suchen wir Deckung unter einem dichten Weißdornüberhang – aber die Regentropfen waren nur Warnung, die Sonne schien wieder beim Umsetzen am Stadtwehr. Gemütlich trudeln wir nicht ganz ohne Grundberührung zur Ausbootstelle. Fast hätten wir diese verpasst, weil vorn das zügig fließende Donauwasser schon gelockt hat.

Beim Abschlusseiskaffe in Donauwörth kamen keine Beschwerden zur Sprache – man war auch mit einem fast stehenden Gewässer glücklich und zufrieden. Wir haben die Wörnitz als besonderes Biotop ohne Uferverbauungen kennengelernt – ein Sonntag in der Natur auch einmal ohne Berge.

Christina war der fotografische Streckenbetreuer, hat selbst den Tag an den Wörnitzufern genossen und brachte die Bootsfahrer wieder nach Harburg – vermutlich haben sie noch Orts- und Burgbesichtigung gemacht.

Bericht: Sigi Weippert

Bilder: Klaus Zitzelsberger und Christina Weippert

  • vor Donauwörth