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Obere Wettersteinspitze (2.298 m)

Blick nach Mittenwald

Blick nach Mittenwald

Schulter

Schulter

Einstieg in die Kraxelei

Einstieg in die Kraxelei

am Gipfel

am Gipfel

Wegen des starken Schneefalls bis in untere Lagen am letzten Wochenende war zunächst an eine Durchführung der Tour auf die Obere Wettersteinspitze überhaupt nicht zu denken. Da allerdings der Wetterbericht zumindest für den Sonntagvormittag stabiles Wetter versprach und der angekündigte Föhnsturm auf gute Fernsicht hoffen ließ, wollten wir es zumindest auf einen Versuch ankommen lassen – und notfalls die Tour vor Ort in eine „Winterwanderung“ um den Ferchensee abändern.

So fanden sich fünf „wagemutige“ Teilnehmer pünktlich um 6.30 Uhr an der Geschäftsstelle ein und mit zwei Autos ging es zum Ausgangspunkt der Tour nach Mittenwald. Die anfänglichen 300 Höhenmeter führen in angenehmer Steigung am Lauter- und Ferchensee vorbei zum Fuß der kalkweißen Wettersteinwand. Der weitere Weg fast bis zum Gipfel war nun gut einsehbar und überraschenderweise konnten wir so gut wie keine Schneefelder ausmachen. Der gut markierte Steig biegt nun nach Süden ab, verlässt den Wald und führt teils über Geröll und Steilstufen, teils durch kleine Latschenwälder hindurch stetig bergauf.

Nach der grasbewachsenen Schulter auf etwa 2.000 m Höhe beginnt die anregende Kraxelei durch die Nordseite des Gipfelaufbaus. Der beinahe komplett schneefreie und trockene Fels ließ uns schnell vorwärtskommen, so dass wir bereits um 12.30 Uhr am Gipfel standen. Erst hier machte sich der starke Wind bemerkbar, vor dem wir auf der Leeseite des Berges bisher komplett verschont geblieben waren. Wir beschränkten uns daher auf ein Gipfelfoto und machten uns sogleich wieder auf in die windgeschützte Nordseite des Berges. Die Gipfelbrotzeit holten wir auf der Schulter unterhalb des Gipfelaufbaus nach.

Über den Ferchensee, wo wir noch auf Kaffee und Kuchen einkehrten, ging es dann wieder zurück nach Mittenwald.

 

Text: Johannes Götzfried

Bilder: Ludwig Wiedenmann, Angela Götzfried