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Nebelhornrunde

vom 20.09. bis 22.09.2019

Am Freitag um 15.00 Uhr fuhren wir, natürlich bei strahlendem Wetter, zu acht mit den Autos Richtung Hinterstein zum Parkplatz Sägewerk. Vom Parkplatz ging es dann 30 min.  zu Fuß - noch Plattwandern - bis zur Bushaltestelle. Mit dem Bus fuhren wir weiter zum Sommerweg der Schwarzenberghütte- dann Anstieg ca. eine Stunde.
Dort ging es Schlag auf Schlag:  leckere Kässpatzen mit Salat, Tourenplanung, Marillenverdauerle… und ein 8er Matratzenlager - für so manchen eine echte Herausforderung, was Schlafen anbelangt.

Samstag, 6.30 Uhr: Alle Mann/Frau´n aufstehen, ob ausgeschlafen oder nicht. Nach dem Frühstücksbuffet ging es weiter und, weil Engel reisen, hatten wir wolkenlosen Sonnenschein - und das den ganzen Tag. Es folgten viele Ah's und Oh's - Engeratsgund See, über die Daumenscharte zum Großen Daumen. Und noch ein grosses Hallo als wir am Gipfel unverhofft Trude trafen. Sie begleitet uns noch zum Laufbichlsee (mit Badestopp) und Koblatsee. Unser super Tourenleiter Peter hat uns Techniktricks gezeigt und an knackigen Stellen (ich sage nur: "gepunktet") motiviert: Es geht mehr als man denkt! Gemeinsam und Dank Alex` Wasservorrat haben wir uns zusätzlich schnell noch für den Nebelhorngipfel entschieden. Eine gigantische Aussicht, inkl. Fernrohr mit digitaler Gipfelangabe, war die Belohnung.
Zum Edmund-Probst-Haus (1932 m) nahmen wir natürlich nicht die Bahn sondern den „gepunkteten“ Gratweg. Schlussendlich hatten wir ca. 1250 Höhenmeter, 9 Std. und einen Traumtag hinter uns. Beim Abendessen saßen wir, die letzten Sonnenstrahlen genießend, noch draußen und abends in gemütlicher und lustiger Runde in der Hütte. Tourenplanung, Marillenverdauerle und ein 2 x 4 Bettenlager – wenns läuft, dann läufts….

Am Sonntag meinte es Petrus nicht mehr so gut mit uns, da der Himmel ziemlich zugezogen war und auch der eine oder andere Tropfen Regen fiel. Das konnte unsere Stimmung allerdings nicht trüben und wir brachen zu unserer letzten Etappe in Richtung Prinz-Luitpold-Haus auf. So wanderten wir auf einem Höhenweg in leichtem auf und ab zum Laufbacher Eck (2.178 m), das wir nach kurzem Anstieg am Schluss nach 2,5 Stunden erreichten. Auf dem Weg hatten wir immer wieder eine schöne Sicht auf die Höfats, den Schneck und den großen Wilden. Nach einer kurzen Rast stiegen wir ein wenig ab und folgten weiter dem Höhenweg mit fantastischem Blick auf den Hochvogel. Kurz vor dem Prinz-Luitpoldhaus teilte sich dann die Gruppe. Eine Hälfte wanderte weiter zur Hütte für eine gemütliche Einkehr. Die andere Hälfte machte sich mit Peter auf, noch geschwind den Wiedemerkopf zu besteigen. Der Aufstieg führte über einen alpinen Steig, bei dem sich kurze drahtseilversicherte Kletterpassagen im ersten und zweiten Grad mit Gehpassagen abwechselten. Nach ca. 45 Minuten Aufstieg erreichten wir schließlich den Gipfel des Wiedemerkopfes auf 2.166 m. Von hier aus hatten wir einen fantastischen Blick auf die nahen Gipfel des Hochvogels und der Fuchskarspitze in der einen, sowie auf die Oberstdorfer Alpen in der anderen Richtung.
Beim Abstieg kümmerte sich Peter darum, dass alle wieder sicher den Steig abkletterten. Nach 1,5 Stunden erreichten wir dann auch das Prinz-Luitpold-Haus. Noch eine kurze Rast bei Kaffee und Kuchen und wir stiegen ab zum Giebelhaus um mit dem Bus zurück nach Hinterstein zu fahren.

Nach dem sehr schönen Wochenende gilt unser Dank an Peter für die Organisation dieser tollen Tour.

Text: Silvia Teis und Alexander Laug
Bilder: Alexander Laug und Peter Wiedemann