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Leichte Skitour auf den Ponten

am 16.02.2020

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Nach einer Absage aus gesundheitlichen Gründen (gute Besserung, Ute) und einer Änderung des Tourenziels aufgrund Schneemangels (wie schon so häufig heuer; ursprünglich geplant war das Rangiswanger Horn) machte sich um acht Uhr eine siebenköpfige, bunt gemischte Gruppe bei sehr milden Februar-Temperaturen auf den Weg zur Skitour Richtung Ponten, 2.045 m, im Tannheimer Tal. Dieser Berg, welcher als geheimer Hausberg einiger Teilnehmer gilt, geht fast immer und bietet stets eine gute Alternative für leichte Skitouren.
Angenehm ist auch, dass der vor einem liegende Weg bereits von unten aus sichtbar ist.

Gegen zehn Uhr trafen wir auf dem Parkplatz (4€ pro PKW) vor dem Gemeindehaus in Schattwald ein. Beim routinemäßigen Check der Ausrüstung stellte sich heraus, dass diese den derzeitigen Bedingungen angepasst, als vollständig zu bezeichnen war.
In flachem Gelände konnten noch Spitzkehren geübt werden, da auch ein Skitouren-Neuling mit "an Bord" war, der die Tour bravourös gemeistert hat und sich auf weitere Touren freut. Wenn „das nachgezogene ausgestreckte Bein bei einer Spitzkehre dem eines Skispringers im Flug ähneln würde“, sei es richtig.

Genügend Pausen sorgten für eine entspannte Tour und trugen neben der kulinarischen Verpflegung zur guten Laune der Teilnehmer bei. Als Zwischenetappe wurde der bekannte "Brotzeitstoa" gewählt, bei dem selbstgebackener Nusskuchen und vielerlei Obst und Gemüse um die Mittagszeit gereicht wurden.
Der Ponten-Sattel wurde um kurz nach eins erreicht. Der Ponten ist ein von Tourengängern viel begangenes Ziel, das aufgrund seiner Breite aber nicht überlaufen wirkt. Auf die Zubereitung von Espresso wurde nur deshalb verzichtet, weil offenbar vergessen wurde, zur Espressokanne auch einen zugehörigen Kocher mit einzupacken.
Erwähnenswert ist die Liebe zum Detail, die sich bei einigen Teilnehmer(innen) darin bemerkbar machte, dass neben Tourenhose, Jacke, Mütze und Handschuhen auch die Thermoskanne farblich auf die restliche Skiausrüstung abgestimmt war.

Auf die Besteigung des Gipfels wurde verzichtet, da dazu ein 30-minütiger Fußmarsch nötig gewesen wäre. Die Sicht auf umliegende Gipfel wie den markanten Hochvogel, den großen Daumen, der Mädelegabel und vieler Weiterer, war vom Grat aus auch sehr gut. Am Sattel gab's dann zur Belohnung von der Tourenleiterin zwei Flaschen Sekt, Schokolade und gratis die Benennung der Gipfel, ganz ohne App. Es lohnt sich also, mit der Sabine unterwegs zu sein, zumal neben hilfreichen Ski-Tipps (Körper zeigt Richtung Tal) bei genauem Zuhören auch italienisch gelernt werden kann.

Die Abfahrt war wie der Aufstieg ebenfalls sehr entspannt, da sie durch die vorherrschenden Schneeverhältnisse und die vielen Spuren pistenähnlich verlief. Als kleines Schmankerl folgte noch ein Abstecher durch ein Latschenkiefernwäldchen.

Eine abschließende Einkehr in den Schattwalder Alpengasthof „Zur Post“ mit Marillenschnaps rundete die sehr gelungene Tour ab. Von der Bestellung von Marillenkuchen wurde aber eher abgeraten, da man schon nach den Marillen im Kuchen suche müsse. Daher wurde auf bewährten Kaiserschmarrn, Fritattensuppe, Kürbis-Ingwer-Suppe und Zwetschgenkuchen zurückgegriffen. Um 16:30 Uhr machte sich die Gruppe dann zufrieden und mit viel guter Laune auf den Heimweg, so dass auch die letzten beiden Fahrzeuge, abgesehen von einem ausgebrannten Kleinlaster, den morgens gut besuchten Parkplatz verließen.

Tourenleiterin: Sabine Niederreiner

 


Text: Martin Herb
Fotos: Wolfgang Stache, Martin Herb