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Klettersteigwochenende im Ötztal

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Nachdem erst eine Woche vor Start unseres Klettersteigwochenendes Coronabedingt klar war, dass die Tour stattfinden kann, war die Freude umso größer.  Da unser Tourenleiter Peter ein Selbstversorgerhaus im Ötztal gebucht hatte, trafen wir uns zwei Tage vorher zu einer kurzen Besprechung, um die letzten organisatorischen Themen abzuklären. Hier fand ein erstes Kennenlernen der insgesamt 12 Teilnehmer (3) und Teilnehmerinnen (9!) statt. Wie immer waren alte Bekannte und auch neue Gesichter dabei.

Aufgrund des langen Wochenendes hatten viele schon am Freitag frei und wir beschlossen die Tour schon früher am Vormittag zu starten, um auf der Hinfahrt noch einen weiteren Klettersteig mitzunehmen.

Nachdem am Freitag früh alle Formalitäten für Österreich (Coronatest und Einreiseformalitäten) erledigt waren , starteten wir mit 9 Personen überpünktlich an der Geschäftsstelle bei herrlichem Wetter nach Österreich. Nach ca. zwei Stunden erreichten wir unser erstes Etappenziel, den Parkplatz in Nassereith. Ein kurzer Zustieg führte uns vorbei an schönen Bergwiesen mit Blick auf den mächtigen Fels, zum Einstieg des Leite-Klettersteiges. Jetzt hieß es: „Helm auf, Klettersteigset anziehen und Partnercheck durchführen“.

Gleich beim Einstieg in den Klettersteig stellte sich heraus, dass dieser seiner C/D-Einstufung gerecht wird. Der Leite-Steig führt im rechten Teil des Kletterparks anspruchsvoll über steile und glatte Platten aufwärts. Die meist unspektakulär wirkenden Platten sind teilweise sehr glatt, man brauchte an einigen Stellen doch ganz schön Armkraft, um höher zu kommen, denn der Weg ist ohne überflüssige Tritthilfen wie Klemmen oder Bügel versehen.

Rechtzeitig vor Einsetzen von leichtem Nieselregen waren wir dann wieder am Parkplatz, um zu unserer angemieteten Pension in Längenfeld weiterzufahren. Fast gleichzeitig mit den drei Nachzüglern, die am Vormittag noch arbeiten durften, erreichten wir die Unterkunft. Nach einer kurzen Einweisung in das Haus durch die freundliche Hausherrin waren die Zimmer rasch verteilt und wir starteten zum gemütlichen Teil des Abends.

Roswitha und Richard Thalhofer

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2. Tag

Nach dem Frühstück gingen wir zum Lehner Wasserfall Klettersteig. Der Steig ist ein sehr schöner Klettersteig mit B/C kann aber auch mit einer D/E Stelle begangen werden. Die ganz mutigen von uns gingen am Schluss auch über die Seilbrücke mit sehr viel Wasser, und erhielten so eine perfekte Dusche. Gemeinsam ging es zurück zu unserer Unterkunft. Dort gab es in der Sonne Kaffee und Kuchen und eine kurze erholsame Pause.

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Am Nachmittag machten wir uns dann nach Umhausen zum Stuiben Wasserfall Klettersteig auf. Nach einem kurzen Zustieg und dem dazu gehörigen Fotoshooting  ging es, natürlich nicht ohne vorher einen ordentlichen Check durchgeführt zu haben, über die erste Seilbrücke darunter plätscherte der Bach. Der Steig ist sehr gut abgesichert und für alle gut machbar - ein tolles Erlebnis. Zum Schluss noch über eine Seilbrücke und wir ahnen es schon - mit Wasserfall. Der Abstieg erfolgt dann über eine ziemlich spektakuläre, 80 Meter lange Hängebrücke mit ca. 700 Stufen. Gerade noch rechtzeitig vor dem Gewitter schafften wir es von der Brücke zu gelangen. Zurück am Haus Frida (sehr nette Wirtin)  angekommen -  ihr ahnt es schon -  Pause mit Kaffee und Kuchen. Nachdem sich alle erholt hatten fuhren wir um 18 Uhr zum Aqua Dome, um uns noch einmal dem obligatorischen SARS-CoV-2-Test für die Rückreise unterziehen zu lassen und auch dies wurde von der Gruppe souverän und viel Humor gemeistert. Wir erhielten alle ein positives Ergebnis (alle negativ). Beim Dorfwirt gab es leckeres Abendessen. Alle gesättigt, bis auf Wolfgang, er wollte noch Nachtisch -  eine heiße Liebe. Da die Gruppe aber beschloss zurück zu fahren ging er leider leer aus. Ein bisschen Stolz, durchgehalten zu haben, saßen wir noch gemütlich bei einem Kaminfeuer zusammen und ließen den Abend ausklingen.

Christine Stehr

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Nach einem wiederum üppigen Frühstück, bei dem die zu spät Aufgestandenen unter permanenter Anleitung die ganzen Reste aufessen sollten, ging es wieder nach Hause.
Das Wetter hatte sämtliche Überlegungen für jegliche Aktivität im Freien mit Dauerregen erstickt.

Nach Verpassen von Abzweigungen, dadurch illegale Nutzung von österreichischen Autobahnen ohne Pickerl,
und über 1 h im Stau zwischen Millionen Pfingstferien-Heimkehrern, waren auch wir dann endlich am Nachmittag wieder in der Heimat.
Ein schönes Wochenende ging mit schlechtem Wetter zu Ende.

Peter Högg