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Klettersteigtour auf das Karhorn bei Warth

am 14.07.2019


Leider konnte unser Tourenziel, der Innsbrucker Klettersteig, aufgrund des unsicheren Wetters nicht durchgeführt werden. Der Wetterbericht für Vorarlberg/Bregenzer Wald war aber bis in den frühen Nachmittag ausreichend stabil, um dort nach einer Alternative zu suchen: der Karhorn Klettersteig.

Ausgangspunkt, nach 2 stündiger Anreise, ist Warth im hintersten Lechtal.
Von dort mit dem Steffisalp-Express hoch auf ca. 1900 m.
Die Aussicht ist eher bescheiden, nur ab und zu reißt die Wolkendecke auf und lässt einen Blick ins Vorarlberg und Montafon zu. So hat man Zeit sich auf kleinere Blickfänge zu konzentrieren. Ein Paradebeispiel dafür ist die gelbe „Küchenschelle“ oder auch „Alpen Kuhschelle“ und ihre Verwandlung in den violetten  Fruchtstand mit Achänen die dann im Allgäu „Bergmännle“ genannt wird.
Oder auch die Beobachtung der vielen Murmeltiere die sich, nach ihrem langen Winterschlaf, wohl murmelisch über den üppig gedeckten Wiesenkräutertisch freuen und sattfressen.
Am Warther Sattel auf 2200 m angekommen erwischen wir einen sonnigen Moment um unsere Klettersteigausrüstung anzulegen. Nach dem Partnercheck steigen wir in den ersten Teil des Klettersteigs ein: jetzt geht es erstmal, immer am Nordwestgrat bleibend, in der Schwierigkeit A/B hoch zum Gipfel des Karhorns auf 2416 m.

Nach einer Stunde erreichen wir den Gipfel. Hier könnte man abbrechen und direkt absteigen, wir entscheiden uns über den zweiten Teil den „Panorama Klettersteig“ in der Schwierigkeit B/C mit D Stellen abzusteigen.
Hier geht es nun deutlich ausgesetzter und steiler über den zackigen Ostgrat nach unten. Gut, wenn man sich gegenseitig bei der Trittsuche unterstützen kann.

Ein Wanderweg führt vom Ausstieg zurück zum Warther Sattel und von dort geht’s direkt zur Punschalm wo Milchkaffee, Marillenkuchen und riesige Portionstücke Apfelstrudel auf uns warten – murmelisch.

An der Talstation angekommen, können wir auf der  Sonnenterrasse der Steffisalp im Liegestuhl die Sonne genießen und auf unsere gelungene Tour zurückblicken.

Übrigens: es ist ein schönes Gefühl, in einer Sektion mitzuwirken wo Touren nicht einfach nur abgesagt werden, sondern Tourenleiter viel Zeit dazu verwenden den Wetterbericht zu studieren und nach Ausweichtouren suchen - BRAVO.

Text: Peter Wiedemann
Video: Winnie Fischer