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Kinderklettergruppe on Tour – Felsklettern und Klettersteig gehen auf der Muttekopfhütte (1934 m)

vom 18.08 bis 20.08.2020

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„Wir wollen auch mal an den Fels“, wünschten sich Maxi, Anita und Emilia von Kinderklettergruppen-Betreuer Jürgen und so ging’s am Dienstag früh los Richtung Imst. Pünktlich zur Ankunft am Sessellift in Hoch-Imst ließ der Regen nach und wir fuhren hinauf aufs Alpjoch. Dort schulterten wir unsere schwer bepackten Rucksäcke und wanderten über den leicht ausgesetzten Drischlsteig zur Muttekopfhütte, unserem „Basislager“ für die nächsten drei Tage. Während wir dort gleich mal den Kaiserschmarrn testeten, kam endlich die Sonne hervor und wir stiegen in unsere Klettergurte, um den Wasserfall-Klettersteig in Angriff zu nehmen. Das Balancieren über Felsnasen, Eisentritte und Seilbrücken hoch über dem Wasserfall machte so viel Spaß, dass wir gleich noch eine zweite Runde einlegten, um danach noch am Bach entlang von Stein zu Stein zu hüpfen und ein erfrischendes Fußbad zu nehmen. Zurück auf der Hütte ließen wir den Tag bei einer Riesenportion Pasta und lustigen Kartenspielen ausklingen.

Am nächsten Morgen hieß es früh: „Aufbruch!“ Der Imster Klettersteig wartete auf einen Teil der Gruppe, während der Rest über den Normalweg hinaufwanderte. Es galt, Felspfeiler, Gratstücke, Scharten, zwei steil aufragende Felstürme und Seilbrücken in schwindelerregender Höhe zu überwinden, um schließlich am Gipfel des Maldonkopfes auf 2632 m anzukommen. Traumhafte Ausblicke auf die Lechtaler Alpen und eine zünftige Gipfelbrotzeit waren die Belohnung für die Anstrengung im Klettersteig und auf dem Wanderweg. Danach ging es über ein riesiges Geröllfeld wieder hinunter Richtung Hütte. „Abfahren“ wie die echten Bergfexe, was für eine Gaudi! Geschafft von der Tour, aber glücklich und zufrieden, verkrochen wir uns bald nach dem Essen in unser schönes, großes Lager.

Der letzte Tag war wie geschaffen fürs Klettern am Fels. Nur wenige Gehminuten von der Hütte entfernt, am Klettergarten „Teufelskralle“, fanden wir ideale Bedingungen, um all das am Turm gelernte auch am Fels umzusetzen. So viele kleine Tritte und Griffe waren dort, dass wir alle Routen locker rockten und ganz viel „Gipfelglück“ genossen. Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns an den Abstieg über den Jägersteig, nicht, ohne vorher nochmal die heiß gelaufenen Füße in den Bach zu hängen. An der Seilbahnstation angekommen, wartete das letzte Highlight unseres Ausfluges: die rasante Abfahrt mit dem Alpine Coaster, der längsten Alpen-Achterbahn der Welt. 3,5 km sausten wir über Wellen, Jumps und Steilkurven mit Vollgas talwärts. Danach waren wir uns einig: das müssen wir unbedingt wieder machen.

 

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Danke Jürgen, Regina und Angelina für die Organisation und Durchführung dieser tollen Tour.

Anita, Maxi, Uschi, Stephan, Emilia, Claudia

Bilder: Teilnehmer der Tour
Bericht: Claudia Horber