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Freeriden am Hohen Ifen

am 08.02.2019

Wie geht denn „Freeriden“?  Dies wollen 5 Freeride-Anfänger im Skigebiet des Ifens erfahren.
Vorneweg:  Es bedarf eines "Locals", der das Gelände kennt, der weiß wie befahren welche Hänge sind und zusammen mit dem Lawinenlagebericht die aktuelle Lage einzuschätzen weiß. Bei uns heute sogar zwingend, weil durch den Neuschnee keinerlei Spuren  vorgegeben waren. Einen solchen "Local" aber haben wir mit Tourenleiter Mario mit im Gepäck.
Unsere Bedingungen könnten nicht perfekter sein: strahlender Sonnenschein, über Nacht 20 cm Neuschnee,  Lawinenwarnstufe 2, wenig Leute, früher Start.
Nach dem LVS-Gruppencheck und Kontrolle der Notfallausrüstung ging es mit Liftunterstützung ans „Einfahren“ mit 4 Tiefschneeabfahren am Pistenrand.  Aus der Gondel heraus sucht Mario die besten Tiefschneefelder und führt uns zielsicher immer wieder in wenig  befahrenes Gebiet.

Danach kommen die Felle an die Skier und Mario führt uns ins Hinterland vom Ifen, in eine unberührte Tiefschneelandschaft. Wir ziehen unsere Spur auf einen Nebengipfel und setzen unsere Locken in den unverspurten Abfahrtshang. Dann rausqueren, auffellen und hoch auf einen Grat. Dieser Hang ist noch besser wie der vorherige – tiefer Pulverschnee, bei dem selbst steilere Hangneigungen gut zu fahren sind - ich merke, ich liebe Freeriden.

Aber es ist auch Vorsicht geboten: wir lassen genügend Abstand beim Aufstieg und befahren die Hänge nur einzeln.
Jetzt ist es an der Zeit bei einem Milchkaffee auf der Sonnenterrasse der Gipfelstation über unsere Hänge zu sprechen.

Schnell ist klar, jetzt wo unsere Aufstiegsspur schon mal gelegt ist, machen wir die Runde natürlich nochmal. Nach der letzten Abfahrt zeigt uns Mario noch einen schönen Hang: Wir queren in einer schnellen Schussfahrt die Nordhänge vom Ifen und finden auf dessen Ostseite eine weitere Abfahrt, in (gefühlt) meterdickem Pulverschnee! Wenn das kein krönender Abschluss ist! Bei einem Weißbier schauen wir zurück auf Hänge, die unseren Stempel (Locken) haben.

Bleibt noch DANKE zu sagen an Mario,  ohne den diese Abfahrten für uns undenkbar gewesen wären.

Jeder Zeit wieder…….

 

Text/Bilder: Peter Wiedemann