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Fernwanderweg E5 von Pointe du Raz (F) nach Verona (I) - 3.050 km

Teilstück: Oberstdorf nach Meran vom 7. bis 16. Juli 2016

erste Rast auf der Kemptener Hütte

Hängebrücke Holzgau

Weg zur Memminger HÜtte

Aussicht von MM-Hütte

Unterer Seewissee

Übergang Seescharte

Rast vor dem Zammer Loch

Eingang Gallrutstollen

auf dem Weg zur Verpeil Hütte

Verpeilhütte

Madatschtürme

Weg zum Aperen Madatschjoch

Rast in der Kaunergrat Hütte

Aufstieg zum Pitztaler Jöchl

am Vernagt Stausee

Schlucht der 1000 Stufen am Meraner Höhenweg

auf dem Meraner Höhenweg

nochmal Rast kurz vor Meran

Ankunft in der Jugendherberge in Meran

Meran

Teilnehmer: Gabi Brack, Gerhard Jodl, Manfred Maucher, Inge und Rainer Siebert, Susanne Sirch, Michaela und Clemens Wurm

Wandern heißt „Verweilen, Staunen,  Betrachten.“

Nach diesem Motto brechen 8 Mitglieder unserer Sektion zu einer 9tägigen Alpenüberquerung, dem E5 von Oberstdorf nach Meran auf. Nach Zug- und Busfahrt beginnt die Tour bei herrlichem Bergwetter in Spielmannsau. Als besondere Schmankerl stehen 2 Varianten auf dem Plan; die Überschreitung über das Apere Madatschjoch (3.030 Meter, höchster Punkt des gesamten E5) und zwei wunderschöne Tage auf dem Meraner Höhenweg von Vernagt bis Meran.

Manche Etappen erstrecken sich auf 8 Std. Gehzeit; 1.500m im Aufstieg und das Zammer Loch mit 1.900 m Abstieg fordert jeden Bergwanderer. Weitere Höhepunkte auf unserem unvergesslichen Erlebnis: die Hängebrücke in Holzgau, der Kaunertaler Wasserweg mit Begehung des Gallrutstollen, die heimelige und mit viel Liebe eingerichtete Verpeilhütte, der Wasserfallweg zur Braunschweiger Hütte und die Schlucht der 1.000 Stufen auf dem Meraner Höhenweg.

Die gute Stimmung im Team, die kulinarischen Köstlichkeiten auf dem Weg, die herrlichen Ausblicke in einmalige Bergwelt lassen uns die Mühen vergessen. Freude, Stolz, Erleichterung beim Eintreffen in der Kurstadt Meran. Die innere Stimme meldet sich  – geschafft!!!

 

Chronologie unserer Tour:

Donnerstag, 7.7.2016 – Oberstdorf nach Holzgau (Lechtal)

Voller Vorfreude Abfahrt um 5.13 in Mindelheim mit der Bahn nach Oberstdorf, dort bei schönem Wetter weiter mit dem Bus nach Spielmannsau. Nach einem kurzen Halt auf der Kemptner Hütte erwartet uns die Holzgauer Hängebrücke (Länge: 200,5 m, Breite:1,20 m, Höhe: 110m  -  überspannt die Höhenbach-talschlucht). Der Tag endet in Holzgau ( Holzgauer Hof).

Freitag, 8.7.2016 – Holzgau nach Zams (Inntal)
Im Kleinbus geht es zur Materialseilbahn der „Memminger  Hütte“, die unsere erste Tagesetappe sein wird. Über die Seescharte (2.599 m) beginnt der lange Abstieg (ca. 1.900 m) durch das Zammer Loch. Wir bewegen uns auf einem Felsband über der tiefsten Schlucht der Nordalpen. Nach einer  kurzen Rast in der Oberlochalm, durchwandern wir das Lärchen(Märchen)wäldchen bis zur Einkehr in der Unterlochalm, weiter geht es nach Zams. In einer wilden, für immer unvergessenen Geländewagen-Fahrt werden zur Skihütte befördert.

Samstag, 9.7. 2016  -  Zams zur Wiesenhof (Kaunergrat)
Mit Regenschirmen bewaffnet starten wir zum Krahberg. Über die Gogles Alm (Käsekauf) erreichen wir das Naturparkhaus Kaunergrat. zur Mittagsrast. Bei Sonnenschein machen wir uns auf dem Weg zum Wiesenhof, eine Verwöhn-pension mit herrlichen Zimmern.

Sonntag, 10.7.2016  -   Wiesenhof zur Verpeilhütte (Kaunergrat)
Bei Traum-Wanderwetter starten wir auf den Kaunertaler Wasserweg (mit Betonplatten abgedeckter Wasserkanal) zum Gallrutstollen. Mit Stirnlampe, (Regen)Jacke und Kopfbedeckung ausgerüstet, durchqueren wir den Stollen. Über die Gallrutlalm, auf dem mit Blumen gesäumten Dr. Angerer-Höhenweg und der Verpeilalm erreichen wir die wunderschön gelegene Verpeilhütte. Ein Schmankerl diese Hütte; im Kulinarischen wie in der Liebe zum Detail gestaltet von der Hüttenwirtin Agnes Gram. Ihr selbstgemachtes Müsli ein Gedicht. Zum Glück gewittert es erst gegen Abend und in der Nacht. Entspannen im Liegestuhl, Sitzsack oder einfach bei einem kühlen Getränk ist angesagt.
Der Spruch "Sorge dich nicht - lebe!" lädt zum Verweilen in die Bergkapelle ein.

Montag, 11.7.2016  -  Verpeilhütte zur Gletscherstube (Pitztal)
Alpiner Höhepunkt war die Überschreitung des Kaunergrates über das „Apere Madatschjoch“ (3.030m) - dem höchsten Punkt des gesamten E5- zwischen Verpeilhütte (2.024 m) und Kaunergrathütte (2.817 m). Für einige Teilnehmer Freude, Stolz - geschafft die anspruchsvolle Passage. In Plangeross erwartet uns ein kurzer Regenschauer während des Wartens auf den Bus, er bringt uns nach  Mittelberg. Jetzt noch ein kurzer Anstieg zur Gletscherstube.

Dienstag, 12.7.2016  -  Gletscherstube (Pitztal) nach Vent (Ötztal)
Über den Wasserfallweg (wegen Gewitter in der Nacht) gelangen wir zur Braunschweiger Hütte. Nach einem gemütlichen Aufenthalt in der freundlich geführten Hütte, entscheiden wir uns für die Überschreitung „Pitztaler Jöchl“ (2.996m). Der überlegte, konzentrierte Abstieg durch die Schneefelder führt uns die letzten Meter über die Teerstraße zum Restaurant Rettenbachgletscher-Tiefenbachgletscher. Mit dem Bus geht es mit Ausnahme von Gabi und Clemens nach Vent. Die beiden steigen bis Bodenegg ab und stoßen später zu uns.

Mittwoch, 13.7.2016  -  Planung: Vent (Ötztal) zur Similaun Hütte (Südtirol – Italien), mit Abstecher zur Fundstelle (3.210 m )von Ötzi – der Mann aus dem Eis im Schnalstal.
Wettervorhersage „Schneefall auf 2.000 m“. Die Entscheidung wird getroffen, per Kleinbus nach Vernagt zu fahren. Dort nutzen einige die freie Zeit für den Rundwanderweg um den smaragdgrünen Vernagtsee. Wir überqueren zwei Hängebrücken, begegnen Lamas und genießen.

Donnerstag, 14.7.2016  -  Vernagt zum Pirchhof
Über den Silencium Pilgerweg wandern wir bis kurz vor Kartaus. Jetzt müssen wir bis zur Abzweigung Katharinenberg ein Teilstück auf der Hauptstraße zurücklegen. Nach einem schmackhaften Mittagessen geht es auf dem Meraner Höhenweg. Eine beeindruckende Sicht auf das vor uns liegende Tal und dem Schloss Juval von Reinhold Messner führt uns unserem Ziel Pirchhof (1.445m) entgegen.

Freitag, 15.7.2016  -  Pirchhof (1.445m) nach Meran
Nach kurzer Wegstrecke leitet uns der Meraner Höhenweg durch die „1.000 Stufen-Schlucht“ über den Giggelhof zur Nasereit Hütte. Um den Birkenhof zu erreichen, heißt es nochmals in Stufen absteigen. Kulinarisch verwöhnt erreichen wir über den Partschienser, Algunder Waalweg und dem Tappeinerweg die Kurstadt Meran. In der Jugenherberge finden wir unser Nachtquartier.

Samstag, 15.7.2016  -  Rückreise von Meran nach Mindelheim
Entspannend, erholend, bequem – Rückfahrt im komfortablen Kleinbus mit dem Busunternehmen Steber in unsere schöne Heimat Unterallgäu.

Mit Elan, Enthusiasmus, Freude, bei moderatem Tempo, ausdauernder Gehgeschwindigkeit und einem wohlgesonnenem Wettergott ist unsere E5 Wanderung  zu einem unvergessenen Erlebnis geworden.


Wandern heißt „Verweilen, Staunen,  Betrachten.“

Bericht:   Michaela Wurm

Fotos:   Wurm, Siebert, Brack