Inhalte ausblenden

Bergtour über den Fürstensteig zu den Drei Schwestern

am Sonntag, den 25.06.2017

auf dem Fürstensteig

Amerluegen Parkplatz

Alpensalamander

Garsellakopf

drei Mädels - aber keine Schwestern

Garsellakopf

Abstieg

Abstieg

Abstiegsblick

Abstieg von den Drei Schwestern

Blick zurück

Der Parkplatz der Feldkirchener Hütte über Amerlügen ist ein wunderbarer Aussichtsbalkon über dem Saminatal. Entgegen der Absicht, in Gaflei zu nächtigen, bleiben wir dort – es ist auch der Endpunkt der Wanderung.

Morgens geht es dann mit einem Auto nach Frühstück beim Bäcker in Frastanz weiter – planmäßig sind alle punkt 8 Uhr in Gaflei hoch über Vaduz in Liechtenstein. Maria und Peter schwärmen von einer Bauernhausübernachtung in Malbun und Ute ist mit Liane schon früh in Mindelheim gestartet. Das Wetter sieht bedrückend aus – aber auf der österreichischen Seite sei ab neun Uhr kein Niederschlag mehr?!

Bei leichtem Regen starteten die 6 Teilnehmer unter Leitung von Sigi Weippert zum in den Fels geschlagenen Fürstensteig, der rund 500 Hm zum Sattel überwindet. Danach ging es bei strömenden Regen zum höchsten Gipfel der Tour, dem Kuegrat (2.123 m.) Erstaunlich, dass alle in Hochstimmung (siehe Fotos) das Wetter ertrugen. Wir ließen uns nicht entmutigen und machten uns auf, den leichten, zum Teil versicherten Aufstieg zum Garsellakopf (2105 m) zu bewältigen. Sicht war null, deshalb ist es verzeihlich, dass wir uns schon auf den Drei Schwestern wähnten!

Nach einem kurzen Abstieg und einer längeren ebenen Strecke mussten wir noch einige versicherte Felsklettereien leisten, bis wir die Drei Schwestern nach einer weiteren halben Stunde erreichten. Dort hatten wir dann auch Glück (aber erst gegen Mittag), dass sich etwas der Nebel lichtete und wir die schöne Aussicht auf das obere Rheintal erahnen konnten. Der Abstieg war dann noch luftige Kletterei über Leitern und größtenteils versicherte Felsen.

Nach mehr als sechsstündiger Gehzeit sind wir gut in Amerlügen auf der österreichischen Seite angekommen. Hans brachte uns ins Cafe nach Frastanz – die Mädels haben die Terrasse dort sofort zum Trockenplatz unfunktioniert während die anderen die Autos in Gaflei holten. Trotz Mistwetter haben wir bei bester Stimmung eine Bergtour gemacht, die nach einer Wiederholung bei Sonnenschein schreit.
Nachtrag von Sigi: Mit einer so fröhlichen Truppe braucht man kein schönes Wetter, die Teilnehmer waren wunderbar!

Sage um die Drei Schwestern:
 
Drei Schwestern gingen am Morgen des Liebfrauentags (15. August) nach Gafadura oberhalb von Planken, um Beeren zu lesen. Auf dem Weg dahin hörten sie die Kirchenglocken, die den Feiertag verkündeten und die Christen in die Kirche riefen.
Eine der Schwestern meinte, ob es nicht wohl besser wäre, auch in die Kirche zu gehen, doch die beiden anderen beschwichtigten, dass zuerst die Körbe voller Beeren sein müssten, bevor sie wieder ins Dorf zurückgehen.
Als die Körbe am späten Nachmittag voll waren, machten sich die drei Mädchen auf den Heimweg, da begegnete ihnen eine schöne Frau und bat um ein paar Beeren. Doch die drei Schwestern meinten nur, dass, wer Beeren will, sie sich selbst zu holen habe.
Da erstrahlte die schöne Frau in einem hellen Schein und sagte zu den Mädchen: «Meinen Festtag habt ihr geschändet und meine Bitte habt ihr nicht erhört. Euer Herz ist aus Stein, und als Stein sollt ihr ewig hier stehen. Sie erstarrten zu großen Felsen, und fortan nannte man diese Felsen die Drei Schwestern.

Text: Ute Bergmaier, Sigi Weippert
Bilder: Liane Faust, Hans Weippert, Günther Maute