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Bergtour auf den Großen Wilden

am Samstag, 10.06.2017

Ins Bärgündeletal

Aufstieg zum Himmelecksattel

Aufstieg zum Himmelecksattel II

Nordgrat - flache Passage

Nordgrat Platte

am Gipfel

am Gipfel II

Höfats

Abstiegsroute Richtung Gamswanne

Ausgang Gamswanne

Abstieg (Fuchskarspitze im HIntergrund)

Murmele

Endlich war es soweit! Ein lange gehegter Wunsch sollte in Erfüllung gehen, denn auf dem Programm stand der Große Wilde, ein markanter Allgäu-Gipfel im hinteren Bärgündeletal.

Ein Berg, den ich einfach „gemacht“ haben wollte. Da wir zu fünft waren, wählten wir die Variante, von Hinterstein anstatt mit dem Fahrrad mit dem ersten Bus zum Giebelhaus zu fahren. Von hier aus ging der „Hatscher“ auf einem Fahrweg, erst mal Richtung Prinz-Luitpold-Haus, an der Pointhütte vorbei bis zum Talschluss. Sogleich wurde es etwas steiler und da der Pfad immer wieder von - in dieser Jahreszeit durchaus üblichen - Schneefeldern zugedeckt war, wählte unser Guide Richard teilweise den weglosen Aufstieg über Schrofen. Am Himmelecksattel (hier ist auch die Abzweigung zur Besteigung des Schneck) angekommen, mussten wir uns erst mal etwas Wärmeres anziehen, da hier der Wind doch stärker und kälter blies als erwartet. Und jetzt sahen wir auch schon relativ genau unsere geplante Aufstiegsroute -  den Nordgrat.

Dann ging´s los! Zuerst flach querend, dann sehr steil über eine grasige Flanke, dann wieder leicht in eine kleine Scharte absteigend erreichten wir die felsige Zone. Da unsere Route praktisch immer ziemlich genau am Grat hoch führte und immer wieder Markierungen angebracht waren, war die Wegfindung kein Problem. Teilweise recht ausgesetzt kamen wir zur „Schlüsselstelle“ (ein Türmchen absteigend II) und gleich darauf an eine schöne Platte, die, immer wieder von feinen Rissen durchzogen, wunderbar zu klettern war. Kurz darauf erreichten wir den Gipfel. Ein herrlicher Rundblick erwartete uns. Zum Greifen nah die Höfats, das Himmelhorn mit dem Rädlergrat und natürlich, aber etwas weiter weg,  „König“ Hochvogel. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast machten wir uns an den Abstieg über die so genannte Gamswanne. Kurz nach dem Gipfel querten wir auf das momentan noch riesige Schneefeld. Immer steiler werdend setzten wir vorsichtig unsere Tritte in den sulzigen Schnee. Trotzdem verkürzten einige von uns den Abstieg mit einer ungewollten aber nicht weiter schlimmen Rutschpartie. Der weitere Rückweg von der Gamswanne war nicht einfach zu finden, jedoch hatte Richard auch hier den richtigen Riecher. Bald trafen wir auf unseren Aufstiegsweg und marschierten wieder hinaus zum Giebelhaus. Nach gut sieben Stunden reiner Gehzeit waren wir froh, uns in die Sitze des Busses fallen lassen zu können. In Hinterstein gönnten wir uns noch eine wohlverdiente Brotzeit, bevor wir den Rückweg ins Unterallgäu antraten. Alles in Allem eine klasse Tour, mit ebenso tollen Teilnehmern und einer souveränen Führung.

Text und Bilder: Hans Hörmann