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Auf den Brünnstein! oder: der wahrscheinlich heißeste Tag des Jahres 2022

am 19.06.2022

  • Ein heißer Tag kündigt sich an
  • Wegweiser zum Brünnsteinhaus
  • Tatzelwurmwasserfall I
  • Tatzelwurmwasserfall II
  • am Tatzelwurmwasserfall
  • Brünnstein von Südosten
  • Blick ins Inntal
  • gemeinsame Rast
  • Hinweistafel Steig
  • enger Felsdurchschlupf
  • Brünnsteinkapelle
  • Brünnsteingipfel von Westen
  • am Gipfelkreuz
  • Wendelstein im Hintergrund
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      Der Tag begann früh. Der Treffpunkt wurde von Tourenleiter Wolfi spontan am Vortag auf 6 Uhr am DAV Haus Mindelheim vorverlegt. Dort traf sich die gut durchmische Wandergruppe zur Abfahrt Richtung Brannenburg.
      Auf der Hinfahrt ergaben sich in der Gruppe direkt interessante Unterhaltungen. Wer schon welche Touren gemacht hatte, wer was in naher Zukunft geplant hat oder wann die Liebe für Berge entdeckt wurde. Die Fahrt verging wie im Flug.

      Am Wanderparkplatz angekommen ging es bei milden Temperaturen zu Fuß bergan. Der erste Abschnitt ist etwa 2,5 h lang und führt über Forstwirtschafts- und Wanderwege.
      Im Laufe des Vormittags stiegen die Temperaturen recht schnell an, so dass die bewaldeten Wege mit fortschreitendem Vormittag immer beliebter wurden, und auch Wartezeiten auf das Sammeln der Gruppe bevorzugt im Schatten stattfanden.

      Am Brünnsteinhaus angekommen nutzten wir die Terasse für eine Frühstücks- und Verschnaufpause und um die Trinkflaschen aufzufüllen, um anschließend über den deutlich felsigeren seilgesicherten Wanderweg den Gripfel des Brünnstein zu erwandern. Dieser Weg führte uns steil ansteigend aus dem Wald heraus hinein in die Mittagssonne, die wir nach einer weiteren knappen Stunde bei blauem Himmel und leichtem Wind auf dem Gipfel des Brünnstein ausgiebig genießen konnten. Der Gipfel des Brünnstein bietet einen wunderbaren Rundumblick, wo man unter anderem den zahmen als auch den wilden Kaiser, die Hohen Tauern, die Tuxer und die Zillertaler Alpen sehen kann.

      Für den Rückweg wählten wir einen anderen Weg. Dieser führte zwischen dem Gipfelkreuz und der Gipfelkapelle bergab. Weiter ging es über sonnige Feuchtwiesen und eine Alm, der anschließende Abzweig auf einen bewaldeten Wanderweg war eine willkommene Abwechslung, um der sengenden Nachmittagssonne vorübergehend zu entkommen, bevor es zum Schluss noch einmal auf einen letzten sonnigen Abschnitt Fahrstraße bergab zum Startpunkt ging. Kurz vor der Ankunft zurück am Startpunkt erspähte die Gruppe noch einen Zugang zum Auerbach oberhalb der Tatzelwurm-Wasserfälle, der angesichts der Temperaturen direkt und ausgiebig für eine Abkühlung mit Wasserschlacht genutzt wurde.

      Das einstimmige Fazit des Tages fassten wir vor Antritt der Rückfahrt im Hotelrestaurant „Feuriger Tatzlwurm“ bei Kaltgetränken und Kuchen:
      „Es war ein extrem gelungener Tag mit einer lustigen Gruppe bei bestem Wetter, aber wir hätten morgens zum Start der Wanderung eine Kiste Hopfenlimo im Bergbach versenken sollen“.

      Bericht: Jan Berkenbusch

      Bilder: Ludwig Wiedenmann, Wolfgang Stache