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2-tägiger Felskletterkurs in Nassereith

am 21. und 22.05.2016

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Die Felskletterkursgruppe

Für jung und alt

Große Wände

Klettern mit Freu(n)den

In den frühen Morgenstunden des 21. Mai machten sich acht Mitglieder der Sektion unter der Leitung von Hubertus und Peter auf den Weg nach Nassereith. Es galt, die am Turm und in der Halle erworbenen Kletterfähigkeiten nun erstmals in "freier Wildbahn" in die Tat umzusetzen. In einer kurzen Vorbesprechung einige Tage zuvor wurden bereits die allgemeinen Fragen zum Ablauf des Kurses geklärt und die Ausrüstung entsprechend komplettiert.

Eine erstklassige Fernsicht entschädigte für die längere Anfahrt in teilweise recht beengten Verhältnissen - hatten wir doch neben der Kletterausrüstung auch Camping- und Badesachen dabei. Die zeitige Abfahrt machte sich bezahlt: der Klettergarten war bei unserer Ankunft noch nahezu verlassen. Nach dem ersten Kursinhalt - dem Studium der Klettertopos - durften wir uns auch schon an den ersten Routen im Toprope probieren und stellten sogleich fest, dass das Klettern am Fels sich durchaus von dem an künstlichen Anlagen unterscheidet. Die letzten Routen, alle in der Schwierigkeit bis max. 4, wurden dann bereits im Vorstieg gemacht.
Die Mittagshitze verbrachten wir mit dem Aufbau unserer Zelte auf dem nahegelegenen Campingplatz und einem kleinen Dorfbummel. Nach einer kurzen Theoriestunde bei der es sich hauptsächlich um das „Umbinden“ drehte, ging es auch schon wieder zurück an den jetzt schattigen Fels, wo das eben Gelernte angewendet wurde. Als Abschluss haben wir uns dann an Routen bis 6- gewagt.
Den Abend ließen wir im Restaurant am Nassereither See ausklingen, der mit seiner Wassertemperatur von ca. 12 Grad - neben den bestellten bayerischen Erfrischungsgetränken - für die nötige Abkühlung sorgte.

Um der für Sonntag vorhergesagten Mittagshitze zu entfliehen, ließen wir das Frühstück am nächsten Morgen ausfallen und waren dafür bereits um 7 Uhr wieder zurück an der  Wand, wo bei den vielen hervorragend abgesicherten Routen in sämtlichen Schwierigkeitsgraden keine Wünsche offen blieben. Die heißeste Zeit des Tages verbrachten wir mit dem Abbau unserer Zelte und dem Studium diverser Kletterführer, bevor wir uns am frühen Nachmittag ein letztes Mal auf den Weg in den Klettergarten machten. Als finaler Punkt stand noch das Sturztraining im Fels auf dem Programm, bei dem wir bei knapp 30 Grad im Schatten regelrecht gegrillt wurden. Gegen 16.30 kehrten wir diesem Vorzeige-Klettergarten schweren Herzens den Rücken und machten uns auf den Weg zurück nach Mindelheim.

Text: Hannes Götzfried

Bilder: Peter Wiedemann