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Von Rohrmoos auf den Besler

am 19.09.2020

an der Toniskopfalpe - Blick zum Riedberger Horn

an der Toniskopfalpe - Blick zum Riedberger Horn

Blick zum Allgäuer Hauptkamm

Blick zum Allgäuer Hauptkamm

Blick zum Beslersattel

Blick zum Beslersattel

Blick zum Riedbergpass, links Riedberger Horn

Blick zum Riedbergpass, links Riedberger Horn

am Besler, links Grünten

am Besler, links Grünten

vor der Frieburgarsalpe

vor der Frieburgarsalpe

von links Beslerkopf, Beslersattel, Besler

von links Beslerkopf, Beslersattel, Besler

Der Besler ist einer der schönsten Aussichtsgipfel des Allgäus, steht allerdings wegen seiner relativ geringen Höhe (1680m) auf der Liste vieler Alpinisten eher weit unten. Die wilde Gestalt des Beslers ist den meisten Besuchern von Norden her bekannt, vom Illertal oder vom Riedbergpass, von wo sich der Berg wie ein gewaltiges Felsriff präsentiert.

Wir wählen den längeren, aber stilleren Südanstieg vom Rohrmoostal aus. Ab Tiefenbach gelangen wir über eine Mautstraße (5,-- € Kleingeld bereithalten) ins Rohrmoostal (1070m). Am Parkplatz des Berggasthofs Rohrmoos beginnt unsere Tour. Gleich zu Beginn steigen wir steil und serpentinenfrei den Wiesenhang hinauf. Bald erreichen wir den Wald, der Anstieg wird nun flacher und schon kurze Zeit später gelangen wir auf die ersten Ausläufer einer großen und weitreichend baumfreien Hochebene. Die Dinigörgenalpe lassen wir links liegen und wandern auf einer Fahrstraße genüsslich und ohne nennenswerte Steigungen zwischen Almwiesen weiter.  Steil geht es durch lichten Fichtenwald bergwärts. Schließlich erreichen wir den Grat zwischen Beslerkopf und Besler, der überraschenderweise aus einer weiten Wiesenfläche besteht, die förmlich nach einer ausgiebigen Rast schreit.
Unter uns sehen wir den Riedbergpass, dann das Riedberger Horn. Der Blick reicht vom Illertal bis ins Balderschwanger Tal.


Nach dem Abstieg wollen wir in den Freyburger Alpe einkehren, aber daraus wird nichts. Genau an diesem Samstag wird im gesamten Tal das Vieh mit einem Viehtransporter ins Tal gebracht und die Alpe hat geschlossen. Also steuern wir die nächste Alpe, die Dinjgörgenalpe an. Auch hier haben wir kein Glück - auch geschlossen. So setzen wir nun auf den Berggasthof Rohrmoss. Hier bekommen wir wenigstens was zu trinken, aber nichts zu essen. Das gleiche Spiel bei der Schattwaldalpe. Nach dem vierten Versuch haben wir dann keine Lust mehr und fahren hungrig Richtung Heimat.
Das tut jedoch unserer guten Stimmung keinen Abbruch.

Es war eine traumhafte Tour bei optimalem Bergwetter, Sonne pur.

 

Bericht: Conny Marschall

Bilder: Fritz Wölfle