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Überschreitung des Rubihorns (1.957 m)

am Sonntag, den 17.10.2021

  • im Aufstieg
  • kurz vor dem Gipfel
  • Gipfel des Rubihorns
  • Blick zum Mindelheimer Klettersteig
  • die Teilnehmer am Gipfelkreuz
  • Nebelhorn
  • 1

Die Überschreitung des Oberstdorfer Hausberges gilt gemeinhin als erlebnisreiche Bergtour, vereint sie doch eine reizvolle Landschaft inkl. malerischer Bademöglichkeit mit toller Rundumsicht auf die Allgäuer Alpen. Eine Einkehrmöglichkeit im Cafe Breitenberg soll der Tour den wohlverdienten Ausklang bereiten.

Von der Richtigkeit jeder dieser Behauptungen wollten wir uns (d.h. neun Mitglieder der Sektion) am vergangenen Sonntag selbst überzeugen und fuhren bei winterlichen Temperaturen um 7 Uhr von der Geschäftsstelle los zum Parkplatz bei Reichenbach. Die kühlen Temperaturen der vergangenen Tage hatten sowohl den Hobby-Alpinisten als auch den Parkautomaten die Motivation geraubt, so dass wir mit Leichtigkeit einen Parkplatz, aber umso schwerer einen Parkschein auftreiben konnten. Nachdem schließlich ein nicht-eingefrorener Automat entdeckt wurde, konnten wir mit unserer Wanderung – zunächst am Gaisalpbach entlang - beginnen.

Nach einem steilen Aufstieg von etwa 1.5h erreichten wir bereits den idyllisch gelegeen Unteren Gaisalpsee in der Ostflanke des Rubihorns. Das sonst mit Wanderern überlaufene Seeufer war nun beinahe menschenleer, aber weiß überzuckert. Wir rückten daher von unserer ursprünglichen Intention ab und ließen das Baden sein.


Der weitere Aufstieg führte nun über teils vereiste Wegabschnitte auf die Südseite des Berges, wo uns endlich die ersten wärmenden Sonnenstrahlen erreichten. Nach insgesamt etwa 3h unschwerer Wanderung waren wir am schneefreien Gipfelkreuz angekommen und konnten hier die reizvolle Landschaft und den vielgerühmten tollen Ausblick vollauf bestätigen.

Nach ausgedehnter Gipfelrast stiegen wir auf der sonnigen Südseite steil in Richtung Oberstdorf zum Cafe Breitenberg ab. Bereits unser dortiger Empfang durch die Bedienung machte unmissverständlich klar, dass diese Einkehrmöglichkeit der Tour als negativer Kritikpunkt angelastet werden muss. Mangels Alternativen ließen wir die nicht enden wollenden Unfreundlichkeiten des Personals stoisch über uns ergehen und waren froh, bald wieder aufbrechen und dieses Café hinter uns lassen zu können. Nach einer guten weiteren Stunde angenehm sonniger Wanderung durch den herbstlichen Bergwald erreichten wir wieder den Ausgangspunkt.

Eine in der Tat landschaftlich reizvolle und aussichtsreiche Bergtour ging zu Ende, die allein durch die Einkehr im Cafe Breitenberg getrübt wurde.

Bericht: Johannes Götzfried
Bilder: Ludwig Wiedenmann, Johannes Götzfried