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Teufelsküche und Dillinger Weg

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Nach zwei vergeblichen Anläufen spielte der Wettergott diesmal besser mit und so konnten wir endlich die seit langem geplante Tour zur Teufelsküche und dem Dillinger Weg „durchziehen“. Die Teufelsküche zählt zu den schönsten Geotopen Bayerns. Ob das auch stimmt? Davon wollten wir uns persönlich überzeugen. Vom Parkplatz mit einem großen Mühlrad zwischen Ronsberg und Obergünzburg steuern wir zunächst einen schmalen Weg nordöstlich bergauf an und gelangen in einen Mischwald mit teilweise riesigen Buchen. Schon nach kurzer Zeit und einigen wenigen Wegbiegungen liegen sie vor uns: Riesige Felsblöcke aus Nagelfluh, ein vor 20 – 28 Millionen Jahren „zusammengebackenes“ Gestein, die seit der letzten Eiszeit hier liegen. Die Blöcke haben teilweise mehr oder minder große Höhlen und Spalten, durch die man gerne schlüpfen möchte, was wir jedoch auf ein anderes Mal verschieben. Ein wirklich sagenhafter Ort; der Slogan passt.

Nach dem Rückweg zum Parkplatz überqueren wir die Hauptstraße Richtung Liebenthanner Mühle. Erst jetzt merken wir wie heiß es ist; trotzdem lassen wir die Gaststätte „Schlossmühle“ sprichwörtlich links liegen und wenden uns südwärts. Am Waldrand entlang lenkt uns ca. 2 Kilometer der Wander- und Radweg zum Ausgangspunkt unserer nächsten Etappe, dem Dillinger Weg.

Ein Wegweiser zeigt uns an, wo es entlanggeht und einige Meter parallel zur Fahrstraße wandern wir in ca. 10 Minuten bis zu einem Brunnen, wenden uns nach rechts und es geht sozusagen eine Etage höher als unser Hinweg entlang des Höhenzuges in nördliche Richtung. Durch ein Drehkreuz, eine Brücke und durch einige Tobel gehen wir auf schmalen Wegen, die sich mit Forstwegen abwechseln, zur Reverdeysquelle, wo wir eine kleine Rast einlegen. Dieser beschauliche Ort wurde in den 1870er Jahren von Förster August Reverdy angelegt und von einigen Jahren von einigen Senioren aus Obergünzburg wieder auf Vordermann gebracht. Unser Restweg führt uns immer am teilweise steil abbrechenden Hang wieder an Nagelfluhfelsen, die bei uns auch „Herrgottsbeton“ genannt werden, vorbei bis zu einer steilen Straße, die uns zurück zu unseren Ausgangspunkt bringt.

Nach ca. 3 Stunden Wanderung haben wir uns eine Stärkung redlich verdient und da der im Programm angekündigte „Musikantenhock“ in Markt Rettenbach nicht mehr stattfindet, weichen wir auf Alberts Biergarten in Engetried aus, in dem wir den Abend standesgemäß ausklingen lassen.

 

Bericht: Hans Hörmann

Fotos: Fritz Wölfle und Hans Hörmann