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Skitour auf die Güntlespitze (2092 m)

am 16.02.2019

Neun begeisterte Skitourengeher machten sich in aller Frühe auf den Weg nach Baad im Kleinwalsertal und freuten sich auf die erneute Tour zum Gamsfuß, die letztes Jahr wegen starken Nebels unterhalb des Gipfels abgebrochen werden musste.

Voller Freude sind wir startbereit und erhalten einen Dämpfer von der Hüttenwirtin der Bärguntalm: „Bitte seid vernünftig und geht nicht ins Bärgunttal, da wegen des warmen Wetters erhöhte Lawinengefahr droht und bereits Lawinen abgegangen sind.“

 Jetzt ist guter Rat teuer und unser Tourenguide Jogi macht uns den Vorschlag, rechtsseitig ins Derrenbachtal zur Güntlespitze zu gehen.  Nach dem LVS-Test geht es erst über die toll präparierte Langlaufloipe Richtung Südwesten dem Derrenbach folgend ins Tal hinein. Nach ca. 150 Hm biegen wir rechts ab und steigen den ersten relativ steilen Hang nach Westen empor. Das baumlose Tal weitet sich und flacht etwas ab.  Wir müssen kurz anhalten und die erste Jackenschicht ausziehen und die Sonnenbrille aufsetzen, da sich jetzt die Sonne in ihrer vollen Pracht zeigt. Der Blick nach rechts zu den Südflanken zeigt, dass an den steilen Grashängen bereits Lawinen abgegangen sind. Am Ende des Derrenjochs stärken wir uns und posieren uns fürs erste Fotoshooting.

Wir schwenken nach links, steigen gegen Süden aus dem Talgrund heraus und umrunden einen namenlosen Zwischengipfel. Leicht ansteigend erreichen wir den schattigen Nordrücken der Güntlespitze, den wir in steilen Kehren, konzentriert  darauf, in der Spur zu bleiben, nach links queren. Während wir uns quälen, hängt Manu einfach ihre Harscheisen ein und hatte ein Leichtes hier hoch zu kommen.

Wir wechseln auf die sonnigen Südhänge und kommen in einigen kniffligen Spitzkehren schräg hinauf zum Gipfelkamm, wo wir die Ski abschnallen und die letzten Meter am Grat entlang zu Fuß die Güntlespitze auf 2092 m erreichen. Gigantisch von hier der Rundumblick über die Oberallgäuer, die Österreicher und Schweizer Alpen… einfach grandios.

Da unser Jogi befürchtet, dass die Sonne minütlich den Schnee schwerer befahrbar macht, entscheiden wir uns, erst abzufahren und dann Brotzeit zu machen. Sein Gespür für Schnee zahlt sich aus. Wir schwingen Richtung Südostkamm, halten uns unterhalb des Wannenberges ... und ja, die Abfahrt….also… wirklich überragend - bei pulvrigem Schnee. Jeder hat noch ein  Lächeln im Gesicht von dem gigantischen Erlebnis. Wir finden ein sonniges Plätzchen zum Pausieren und genießen die Sonne, als unser Flori mit seinem Gaskocher für jeden von uns einen Espresso zaubert. Das Credo der Teilnehmer: „Was kann es schöneres geben, als jetzt hier zu sein“

Während wir noch die Sonne genießen, bitzelt es unseren „Oldie“ Jogi und unseren „Youngster“ Flori, nochmals aufzufellen,  den gegenüberliegenden schattigen Hang ca. 150 hm hochzulaufen und juchzend abzufahren.

Gemeinsam schwingen wir nun die Latschenhänge hinunter, bis wir die Einmündung erreichen, an der wir in der Früh abzweigten und fahren den Derrenbach entlang, zurück zum Ausgangspunkt. Auf der Sonnenterrasse des "Cafè Baad - Grund" lassen wir den wunderschönen Tag ausklingen und genießen die letzten Sonnenstrahlen. 

Tourguide: Helmut „Jogi“ Jörg

Teilnehmer: Rainer Fuchs, Walter Krößer, Florian und Wolfgang Mauler, Sabine Müller, Gerhard Schlodder, Manuela und Wolfgang Stache 

 

Bericht: Sabine Müller

Bilder: Helmut Jörg, Sabine Müller, Wolfgang Stache