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Schlicker Klettersteig - auf die „Grosse Ochsenwand“

vom 18.-19.07.2020

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In Fulpmes, Stubaital wartet dieser Klettersteig mit beeindruckenden Fakten auf:

Auf 2000 m erfolgt der Einstieg in einen der ersten und schönsten Klettersteige Tirols und führt in ca. 3 Stunden über 700 Klettermeter auf den Gipfel der Großen Ochsenwand. Die Schlüsselstelle ist eine D-Stelle im Überhang und direkt beim Einstieg. Wer hier schon wackelt sollte besser umkehren. Die Schwierigkeit lässt anschließend etwas nach, meist B/C und der Steig führt aussichtsreich und grandios angelegt über den Südgrat bis zum Gipfel. Am Gipfel bietet sich eine fantastische und ungehinderte Rundumsicht.

Der Abstieg hat es nochmals in sich. Erst problemlos am Gipfelgrat mit etwas Ablaufen führt danach ein Abstiegsklettersteig in der Schwierigkeit „C“ hinunter in die Alpenclubscharte. Die Tiefblicke, die viele Luft unter den Sohlen beim Abklettern sind sehr gewöhnungsbedürftig. Das Abklettern der teilweise senkrechten Steilstufenpassagen erfordert  nochmals ordentliche Armkraft, gute Technik und Konzentration um ja keinen Tritt zu übersehen. Schlussendlich sind wir schon erleichtert als wir nach ca. 2 Stunden den Ausstieg erreichen.
Über eine steile und schottrige  Schuttreise erfolgt der finale Abstieg zur Adolf Pichler Hütte auf 2000 m, wo wir ein Lager reserviert haben. Insgesamt haben wir ca. 7 Stunden für diese Tour gebraucht. Es ist „nur“ eine kleine Hütte, aber gerade deshalb mit Hüttenflair, bei einfachem aber leckerem Essen und zwei überaus freundlichen Mädels, die die Hütte betreiben. Mehr braucht es nicht!

 

 

Am nächsten Tag folgen wir einem Panoramahöhenweg, nehmen auf dem Weg noch den „Großen Burgstall 2615 m“ mit und finden danach einen sonnigen Platz auf der Sennjoch Hütte. Äußerst stolz sehen wir von hier in unsere gestrige Route ein. Schon ein gewaltiger Klotz den wieder da besteigen konnten.

Auf dem weiteren Rückweg kommen wir noch an einem Alpinpark vorbei, den wir noch begehen. Ein Übungsklettersteig mit C-stellen führt hier über einige markante Felszacken, für den verbauten Flying Fox und einem Klettergarten mit Abseilfelsen fehlt uns leider die Ausrüstung.
Gegen 15.00 Uhr genießen wir auf der Sonnenterrasse der Kreuzjochbahn noch einen abschließenden Milchkaffee und lassen die Tour ausklingen.
Eine rattenscharfe Tour mit äußerst motivierten Teilnehmern, die ihre Sache sehr gut gemacht haben. Gerne wieder……..

 

Bleibt mir noch DANKE zu sagen an die drei Helfer Margit, Hannes und Toni  und an die beiden Fahrer Rainer und Konrad.

Bericht/Bilder: Peter Wiedemann

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