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Kletterwochenende Imst am Muttekopf

Fels statt Speck, oder: jetzt wird der Sommer nachgeholt!

Anfang Oktober und der Wetterbericht sagt endlich ein paar schöne Tage voraus. Da heißt es: „Ran an den Fels“. Gesagt, getan. Fünf Kletterer machen sich also auf den Weg Richtung Muttekopf über Imst. Der Wetterfrosch hat Wort gehalten.

Da wir jedoch nach Anfahrt und Zustieg erst relativ spät an der Hütte ankommen, geht´s erst mal zum Guggerköpfle ganz in der Nähe der Muttekopfhütte. Alpines Sportklettern bei bester Absicherung und in bombenfestem Konglomeratgestein lässt uns schnell die Zeit vergessen. Erst nach Mahnung unseres Guides packen wir unser Zeugs zusammen. Wir müssen ja noch absteigen! Also runter zur - nach einem Brand neu errichteten - Untermarkter Alm, da die Muttekopfhütte leider schon ausgebucht ist.

Nach einem ausgezeichneten Frühstücksbuffet heißt es also am nächsten Tag wieder aufsteigen. Diesmal geht es etwas alpiner zur Sache. In zwei Seilschaften klettern wir am Engelkarturm die Mehrseillängen-Routen „Südriß“ und „Südostgrat". Beide Touren sind bekanntermaßen nicht immer top abgesichert und so müssen wir einige wenige Zwischensicherungen selbst legen. Am Gipfel angekommen, weiß man wieder einmal, was die Faszination des Kletterns ausmacht. Dank unserer Zwillingsseile geht auch die sonst manchmal etwas mühselige Abseilerei flott von der Hand, so dass wir am Spätnachmittag wieder bei der Hütte eintreffen.

Nach einer Suppe geht´s wieder ins Unterallgäu zurück. Schön war´s!

 

Bilder/Text: Hans Hörmann