Glocknerrunde

vom 03.08. - 10.08.2018

Start am Stausee Mooserboden

die Rudolfshütte ist in Sicht

See vor der Rudolfshütte

vor der Sudetendeutschen Hütte



Wie jedes Jahr, so auch heuer, war wieder eine 7-tägige Hüttentour geplant. Dieses Jahr sollte es an den Großglockner gehen. Inge hatte die Tour geplant und wirklich an alles gedacht.
Wir waren eine Gruppe von 9 Wanderbegeisterten.

1.    Tag:   Um 5 Uhr starteten wir in Mindelheim. Unser Ziel war Kaprun. Dort kamen wir um 9 Uhr an. Mit dem Bus ging es zunächst zum Lärchwand-Schrägaufzug. Mit so einem Schrägwandaufzug sich in die Höhe zu schwingen, war schon ein besonderes Erlebnis. Dann ging es weiter zum Stausee Mooserboden. Dort wurde erst einmal gefrühstückt. Natürlich deftig, mit Kaffee und Landjäger. So mancher trug den Landjäger noch Tage lang als Notration durchs Gebirge. Von jetzt an hieß es, bergauf zu Fuß. Zunächst am Ufer entlang, dann in Kehren über Moränenrücken zum „Kapruner Törl“. Dort angekommen, hatte man einen fantastischen Blick auf einen Gletscher. Von dort aus ging es einen gut angelegten Steig hinunter ins Übelkar, bevor wir wieder zur „Steinerne Stiege“ anstiegen. Oben angekommen war bereits die naheliegende Rudolfshütte zu sehen. Wir waren alle froh, endlich, nach 6 Stunden, am 1. Ziel zu sein. Die Hütte war ein riesiges Berghotel mit allem Komfort. Wir hatten ein eigenes Lager mit bequemen Betten. Am Buffett durfte sich jeder bedienen und sich sein eigenes Menü zusammenstellen. Da blieb kein Wunsch offen.

2.    Tag:  Nach einem ausgedehnten Frühstück und einem Lunch-Paket im Rucksack ging es weiter. Unser heutiges Ziel war die Sudetendeutsche Hütte. Unterwegs gab es keine Einkehrmöglichkeit und wir hatten eine Gehzeit von mindestens 8 Stunden. Zunächst ging es steil bergan zum „Kalser Tauern“, dann wieder Bergab um dann wieder zum „Erdinger Eck“ anzusteigen. Dort angekommen, zieht sich der Höhenweg ohne große Höhendifferenz, aber immer wieder über kleine Felsstufen, mit grandioser Fernsicht auf Gletscherberge. Ein letzter Aufstieg zum „Gradetzsattel“ über Felsblöcke und Geröll kostet viel Kraft und Schweiß. Da haben wir unsAm  aber unsere Rast verdient. Der letzte Abstieg zum Moränenrücken und schon ist in wenigen Minuten die Sudetendeutsche Hütte in Sicht. Jeder war froh, endlich das 2. Ziel unserer Etappe erreicht zu haben. Da hatte man sich sein „Weizenbier“ für heute aber ganz schön verdienen müssen. Das Abendessen war üppig und ausreichend. Die Lager sauber. Leider hatte die Hütte Wasserprobleme. Es wurde gebeten, mit Wasser sparsam umzugehen. Duschen war also nicht drin.

3.    Tag:  Nach einer mehr oder wenig guten Nacht ging es weiter. Zunächst über einen drahtseilgesicherten Weg zur „Dürrenfeldscharte“. Unweit der Scharte lag ein Mountainbike im Gelände. Dies hatte wohl jemand dort für den Abstieg ins Tal gelegt. Zunächst ging es durch ein Schuttkar doch auf der Südseite erwarteten uns satte Grashänge. Ein Blumenmeer, sogar mit Edelweißen. Am „Hohen Tor“ ging es bergab zum Restaurant Glocknerblick. Dort wurde erst mal ausgiebig Rast gemacht. Nach einer ausgiebigen Stärkung, ging es hinab nach Kals.  Ein Abstieg von 600 Höhenmetern, der so manchem Knie viel abverlangte. In Kals angekommen, beschlossen wir, mit dem Bus zum Lucknerhaus hochzufahren. Bei Temperaturen von 30° C darf man auch mal eine Aufstiegshilfe in Anspruch nehmen. Ankunft im Lucknehaus um ca. 17:00 Uhr. Ein herrliches Lager und ein tolles Abendessen empfängt uns. Im Haus gibt es eine Wellnessabteilung und der eine oder andere nützt die Gelegenheit, um sich in der Sauna zu entspannen. Es bietet sich ein herrlicher Blick auf den Großglockner.
4.    Tag:  Nach einer entspannten Nacht geht es weiter zum Glocknerhaus. Nach einem reich gefüllten Lunch-Paket geht es erst mal wieder bergan zur Glorerhütte und dann weiter zur Salmhütte. Auf dem Weg hat man einen grandiosen Blick zum Großglockner. Von dort aus ist der „Stüdel-Grad“ gut einsehbar.  Auf der Salmhütte machten wir eine ausgiebige Rast und genossen die gute Küche (Speckknödel).  Weiter ging es zur „Stockerscharte“. Dort angelangt, hat man einen eindrucksvollen Blick auf den Pasterze-Gletscher. Das Glockner-Haus ist in Sicht. Bergab über steile Serpentinen kommen wir zum Margaritenstausee. Über die Staumauer geht es in einem kleinen Gegenanstieg zum Glocknerhaus an der Hochalpenstraße. Unsere Lager liegen unter dem Dach. Auch dieses Haus hat ein Wasserproblem. Duschen geht nur tröpfchenweise. Das Abendessen lässt leider zu wünschen übrig. Doch die Aussicht auf den Großglockner entschädigt uns.

5.    Tag:  Nach einem ausgiebigen Frühstück geht’s weiter. Unser nächstes Ziel ist das Tauernhaus in Ferleiten. Zunächst ging es wieder steil bergan, über steil abbrechende Hangstufen, hinauf zur Pfandlerscharte. Kurz danach hatten wir Einblick auf das uns bevorstehende Schneefeld.
Nun endlich kamen unsere Steigeisen zum Einsatz. Ohne merkliche Probleme ging es über das Schneefeld. So mancher hatte seinen Spaß daran und war traurig, sie wieder auszuziehen. Der Abstieg zur Tauernalpe war steil und schweißtreibend. Auf der Alpe wurde richtig gut geschlemmt, bevor es dann wieder weiter zum Tauernhaus in Ferleiten ging. Ettliche Kilometer führte der Weg im Telboden entlang, bis dann endlich das Tauernhaus erreicht war. Im Biergarten wurde erst mal der Durst gestillt. Essen gab es nach Karte. Endlich konnte man sich das schon lang erträumte Wiener Schnitzel mit Pommes bestellen. Aber auch die Kässpätzle waren zu empfehlen. Die Lager waren 2-Bett-Zimmer. Sauber und natürlich mit Dusche. Was für eine Wohltat.

6.    Tag:  Nach reichlichem Frühstück gings weiter zur Gleiwitzer Hütte. Mit dem Bus fuhren wir nach Fusch. Von dort aus stiegen wir zu Gleiwitzer Hütte an. Ein langer, schweistreibender Anstieg (1.350 Hm). Doch die Mühe hat sich gelohnt. Eine sehr schöne Hütte mit Flair. Wir haben uns hier alle sehr wohl gefühlt. Leider hatte auch diese Hütte ein Wasserproblem. Duschen passè. Doch die Freundlichkeit des Personals und die gute Küche entschädigen dies. Das Lager teilten wir mit mehreren Leuten, die am nächsten Tag nicht besonders gut auf uns zu sprechen waren (Schnarcher an Bord!!!).

7.    Tag:   Nach ausgiebigem Frühstück ging es weiter.  Zunächst Richtung Imbacher Horn. Einige machten eine Absttecher auf das Imbacher Horn. Von dort aus hatte man einen wunderbaren Rundblick auf die naheliegenden Berge. Dann gingen wir den Abstieg an.
1.500 Hm waren zu bewältigen. Kein Pappenstiel. Jeder war froh, endlich beim Auto zu sein und seine Schuhe auszuziehen. Mit dem Auto ging es dann zum Gasthaus Post in Bruck.
Ein schönes Gasthaus mit (endlich) Dusche. Nachdem wir uns ausgiebig frisch gemacht hatten, genossen wir das ausgiebige Abendessen im Gasthaus. Es war schön, wieder in einem richtigen Bett mit frischer Bettwäsche zu liegen und den Hüttenschlafsack im Rucksack zu lassen.

8.    Tag:   Nach einem ausgiebigen Frühstück am Buffett des Gasthauses, traten wir die Heimreise an.  Bei Regen saßen wir im Auto und ließen nochmals die Tage an uns vorbeiziehen.

An all den Wandertagen hatten wir keinen Tropfen Regen. Die Regensachen blieben im Rucksack und konnten nicht getestet werden. Meine neue Regenjacke hat noch keinen Tropfen Regen gesehen.

Text: Margit Huber



Organisator: Inge Siebert
Teilnehmer: Rainer Siebert, Gerhard Jodl, Alfred Maucher, Sabine Müller, Susanne Sirch,
             Edgar Sirch, Michaela  und Margit Huber

Deutscher Alpenverein
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