Hochtour auf Wilder Freiger, Wilder Pfaff und Zuckerhütl

vom 27.07. bis 29.07.2018

Plan

Seven Summits Stubaital

Wilde-Wasser-Weg

Grawa Alm

Sebastian beim Üben

Start von der Sulzenau Hütte

Berg- und Gletschwerwelt

Gletscheraufstieg

Gletscherblick

vor dem Aufstieg auf den Wilden Pfaff

Aufstieg auf den Wilden Pfaff

am Gipfelkreuz des Wilden Pfaff

Blick auf die Becherhütte

Guide Peter

Blick auf Zuckerhütl, Wilder Pfaff, Müllerhütte

Start von der Müller Hütte

Blick auf Zuckerhütl

 

Um das Gelernte beim Hochtouren- und Gletscherkurs Anfang Juni umsetzen zu können, bot die Sektion speziell für diese Teilnehmer vom 27.07. bis 29.7.2018 die Hochtour auf die drei Gipfel Wilder Freiger, Wilder Pfaff und Zuckerhütl im Stubaital an. Insgesamt 6 Personen aus dem Kurs haben sich am Freitag Mittag bei bestem Wetter mit dem Fachübungsleiter Peter Wiedemann und dem Fachübungsleiter-„Aspiranten“ Sebastian Förg auf den Weg Richtung Füssen gemacht. Hans Hörmann hat sich mit seiner Seilschaft, bestehend aus 3 weiteren Tourengehern, unserer Gruppe angeschlossen.

Nach Reutte standen wir leider erst mal über 1,5 Stunden in einem Stau und kamen erst um 18.00 Uhr in Ranalt an. So mussten wir uns mit dem Aufstieg über den schönen „WildeWasserWeg“ zur Grawa-Alm und letztendlich auf die Sulzenauhütte (2.190 m) beeilen. Oben angekommen, ging dann ein heftiger Regenschauer nieder und wir bekamen gerade noch ein Abendessen.

Am nächsten Tag starteten wir bei Sonnenschein mit dem Aufstieg zum Wilden Freiger (3.418 m). Der Weg schlängelte sich sehr schön nach oben zur  „Blauen Lacke“  mit einer Armee von Steinmännern und führte zur Fernerstube auf  ca. 2.800 m. Hier konnten wir das im Kurs geübte Gehen in 2 Seilschaften mit Steigeisen und Gletscherausrüstung umsetzen. Peter und Sebastian führten uns sicher über den Gletscher zum Teil über bizarre Schnee- und Eisformationen, unter denen das Wasser nur so gurgelte. An der Lübecker Scharte angekommen führte ein Grat mit Kletterstellen UIAA I bis II zum Hauptgrat der Lübecker Scharte, wo der Weg zur Müllerhütte oder zum Freigergipfel abzweigt. Während der ausgesetzten Kletterei zum Freigergipfel fing es leider zu regnen und zu graupeln an, so dass der Aufenthalt am Gipfelkreuz sehr kurz ausfiel und wir uns gleich wieder aufmachten, den Freiger zu überschreiten und Richtung Becherhütte abzusteigen.

Ein Teil besuchte die Becherhütte, die in einer sagenhaften Lage direkt auf der Bergspitze thront. Die anderen stiegen über den Übeltalferner zur Müllerhütte ab. Auch die Müllerhütte, schon in Italien liegend, hat angeschmiegt an den Bergrücken, eine phantastische Lage mit Blick auf den Wilden Freiger, die umgebenden Gipfel und nach Südtirol.   

Am Sonntag starteten wir früh bei Nebel zum Aufstieg auf den Wilden Pfaff (3.458 m). Nach einem kürzeren Anstieg war auch hier wieder Gratkletterei gefragt, die aufgrund ihrer Ausgesetztheit die volle Konzentration forderte. Um auch den Anfängern ein, zwei kritische Stellen zu erleichtern, legten Peter und Sebastian ein Seil an dem wir hoch „prusiken“ konnten. So sind alle gut am Gipfel angekommen und haben sich dort eine ausgiebige Rast verdient. Dann stiegen alle Teilnehmer über Blockgelände in den Pfaffensattel ab. Von dort stiegen noch die meisten auf das Zuckerhütl, der höchste Berg mit 3.507 m im Stubaital, und hatten Glück, dass die Wolken einen genialen Gipfelblick frei gaben.

Der Abstieg führte über den Pfaffensattel, den Sulzenauferner auf das Pfaffenjoch. Beim Abstieg war nochmal Konzentration gefordert, da das Gestein sehr brüchig und der Weg z. T. ausgesetzt war. Abschließend stiegen wir noch über Schnee ab, bevor es steil bergab zur Dresdener Hütte ging. Von dort nahmen wir die Bergbahn und kamen oberhalb des Startpunktes wieder an.

Die Bilanz des Wochenendes ist, dass es eine tolle Erfahrung war, das Geübte bei einer richtigen Hochtour umzusetzen. Es war eine landschaftlich sehr schöne Rundtour mit zwei Bergüberschreitungen, bei der die einzelnen Teilnehmer mehr oder weniger gefordert waren, alle das Ziel erreichten und außer einer verlorenen Jacke, einem ungewolltem Zwischenstopp wegen Übelkeit und einem unfreiwilligen Bad im Bach einer Teilnehmerin nicht weiter Schlimmes passiert ist. Dies ist auch Peter und Sebastian zu verdanken, die uns sehr gut geführt und bestmöglichst unterstützt haben.

 

Bericht: Ute Bergmaier

Fotos: Hans Hörmann, Liane Faust, Ute Bergmaier, Hannes Götzfired, Tobias Prießnitz

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