Überschreitung - Geiselstein und Gabelschrofen

am 16.06.18

Nicht das Matterhorn, aber von der Form schon sehr ähnlich - der Geiselstein

verdiente Gipfelrast am Geiselstein mit einem 360 Grad Panoramablick

Blick vom Geiselstein Richtung SW: Krähe und der spitzige Gipfelaufbau des Gabelschrofens

anspruchsvoller Normalweg am Geiselstein (Stellen II)

Blick zurück auf die Südwand des Geiselsteins

beim Abstieg durch die beiden großen Rinnen am Gabelschrofen

auf einem guten Wanderweg geht es zu Kaffee und Kuchen an der Kenzenhütte

Früh aufstehen und Raketenstart hieß es am Samstag, denn wir wollten schon den 7-Uhr-Bus von Halblech zum Wankerfleck nehmen. Den langen Zustieg eingespart fängt die Tour recht gemütlich mit einer Busfahrt an. Von der Kapelle am Wankerfleck geht’s dann in schöner Landschaft mäßig ansteigend zum Geiselsteinsattel. Zur Stärkung der Moral braucht die Truppe hier erst mal eine kleine Brotzeit, bevor der letzte steile Anstieg zum Gipfel des Geiselsteins in Angriff genommen wird. Was für den Wanderer von unten zunächst respekteinflößend wirkt, entpuppt sich als nette Kraxelei in festem Fels und schnell sind wir oben. Bei bestem Wetter genießen wir die Aussicht auf die umliegenden Täler und Gipfel und nehmen unser nächstes Ziel, den Gabelschrofen ins Visier.

So steigen wir wieder ab zum Geiselsteinsattel, vorbei an der Gumpenkarspitze und dann hinauf zum Gabelschrofensattel. Während Stephan und Hanni den Geiselstein schon kannten, ist der Gabelschrofen für alle Neuland, nur bekannt aus älteren Tourenberichten, die das Spektrum von schaurig bis schön abdecken. Am Fuß vor dem steileren Gipfelaufstieg schauen wir also alle neugierig hinauf und beobachten 2 Wanderer beim Abstieg. „Schaut machbar aus“ ist unser Urteil, also kraxeln wir auch noch die letzten 80 Höhenmeter zum Gipfel. Das Gelände hier ist etwas anspruchsvoller als am Geiselstein, der brüchigere Fels erfordert Konzentration und umsichtiges Treten, um keinen Steinschlag auszulösen. Da der Gipfelanstieg auf keiner Karte als Wanderweg ausgewiesen ist, sind im winzigen Gipfelbüchlein des Gabelschrofen 2018 gerade mal 4 Seiten beschrieben, eine wahre Rarität im gut besuchten Gebiet um die Kenzenhütte.

Nachdem der schwierigere Teil dieser wunderschönen Tour hinter uns liegt, kreisen unsere Gedanken um Kaffee, Kuchen und Kaiserschmarrn auf der Kenzenhütte, das letzte Stück der Tour vergeht wie im Flug. Den Bauch prall gefüllt mit Leckereien geht’s dann mit dem Bus wieder zurück zum Auto in Halblech.

Für uns waren das zwei nicht alltägliche Gipfel, die wir entdecken durften, ein Genuss von Anfang bis Ende. Mit einem so versierten Alpinisten wie  Stephan an der Seite fühlten wir uns in jedem Moment super gut aufgehoben.

Text:     Hanni Matt und Bernhard Graf

Fotos:   Stephan Baur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Eine ähnliche, sehr anspruchsvolle Tour mit einem Gipfel zusätzlich (Gumpenkarspitze), lässt sich hier nachlesen:

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