Mehr als Klettern – Klettersteiggrundkurs

am 09. und 10. Juni 2018

Gruppenbild am Kempterle

vor dem Start zum Klettersteig

im Steig

im Klettersteig

Querung über Stahlstifte

Betty an der Leiter

an der Leiter

an der Leiter II

beim Ausstieg des Steigs

Schon am Vorbereitungsabend war spürbar, dass sich hier eine gute Truppe um die beiden souveränen Guides Margit und Peter gefunden hatte.
Somit starteten wir gut gerüstet und bestens gelaunt im Neunsitzer pünktlich am Samstag in Richtung Mittelberg. Bei der Moserin wurde sich rasch gerüstet und wir starteten hochmotiviert gen Mindelheimer Hütte. Von Beginn an wurden wir gefordert. Peter hatte Etappen vorbereitet, so dass wir nacheinander die Rolle des Führers/ der Führerin übernehmen durften und somit gleich in die Verantwortung genommen wurden. Hier zeigten sich schon die Teamqualitäten der bunt gemischten „Schülergruppe“ Bettina, Petra, Roswitha, Edith, Ute, Pascal und Stefan.
Es gab von Anfang an und jederzeit ehrliches Feedback, jeder nahm auf jeden Rücksicht und wir wuchsen zu einem Team zusammen. Der abwechslungs- und lehrreiche Aufstieg wurde flankiert von kleinen Botanikeinheiten durch Margit (Peter weiß jetzt, wie eine Trollblume aussieht und wir kennen Schusternägele) und reichlich nützlichen Tipps seitens der beiden Guides. Angekommen an der Kemptner Scharte entschieden wir, aufs Kemptner Köpfl aufzusteigen für eine erste Übung am Seil.
Auf dem Weg zur Mindelheimer Hütte wurden wir dann noch auf besondere Weise belohnt. Wir sahen eine große Gruppe junger Steinböcke ganz nah am Weg.
Nach einer wohlverdienten Stärkung und einem Sonnenbad ging es weiter mit diversen Theorieeinheiten, die wir bei bester Laune und mit viel Spaß locker bewältigten. Den Plan für den Klettertag am Sonntag hat das Team selbst ausgearbeitet. Das ging in Null-Komma-Nix zur vollen Zufriedenheit von Margit und Peter.
Nach leckerem Essen und gemütlichem Zusammensein zogen wir uns früh zurück, damit wir tatsächlich um sechs wieder auf die Beine kommen. Wir waren alle zusammen in einem Lager und keiner hat geschnarcht. Ehrlich!


Sonntag früh starteten wir (wegen der Fotosession) fast planmäßig. Noch etwas müde starteten wir den Zustieg zum Klettersteig. Davor waren alle schlagartig hellwach, denn schon wieder begegneten wir einer großen Gruppe von Steinböcken in nächster Nähe. Das nächste Highlight neben der wunderbaren Morgenstimmung und besten Wetterbedingungen.
Dann ging es auch schon los mit der ersten Etappe zum 1. Schafalpenkopf. Voller Elan und Vertrauen bewältigten wir alle die Herausforderungen des Klettersteiges ganz wunderbar. Margit und Peter führten uns in aller Ruhe über Spalten, Kamine, Leitern und den Zackengrat. Mit der Zeit entwickelte sich eine Routine und alle unterstützten sich gegenseitig. Trotz aller Anstrengung war auf allen Gesichtern ein Dauergrinsen zu sehen (meistens jedenfalls).
Wir haben es geschafft! Am Ende des Steigs waren die meisten von uns erschöpft, aber alle glücklich und stolz.
An der Fiderepasshütte fanden wir uns zu einer letzten Stärkung zusammen, bevor wir uns angesichts der Wolkenlage zügig an den Abstieg über die Fluchtalpe machten. 
Das Zeitmanagement war perfekt, wenn man die Begegnungen am Steig, die unentbehrlichen Fotosessions und Päuschen rausrechnet.

Unser Fazit:
Es war ein Erlebnis der besonderen Art. Viel mehr als ein Klettersteigkurs. Wir sind über uns hinausgewachsen. Wir haben viel gelernt, wurden wunderbar geführt und haben freundschaftlichen Teamgeist erlebt. Das Wetter und die Stimmung waren superklasse. Sicher ist, dass wir alle noch lange an diese Tage denken werden, selbst wenn das Treppensteigen wieder beschwerdefrei möglich sein wird.

 

Tourenbericht: Ute Müller

Fotos: Margit Huber 

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