Karfreitagsskitour aufs Galtjoch (2109 m)

am 30.03.2018

Grandiose Aussicht

am unteren Parkplatz von Rinnen

Aufstieg auf freiem Bergrücken - noch will die Sonne nicht so recht

Panoramaansicht des Schlussanstiegs

Impression auf Gipfelniveau

Gipfelbild vor Traumkulisse

Auch dieses Jahr fand sie wieder statt - die traditionelle Karfreitagsskitour. "Was soll man an so einem Tag auch sonst machen, als Gottes schöner Schöpfung zu huldigen?" überzeugten sich die Teilnehmer ob der überaus großen Anzahl gleichgesinnter. So selbstverständlich war das in den letzten Jahren durchaus nicht immer. Diesmal waren stolze 13 Skitourenfans im Alter von 17 bis 53 Jahren Peter (Pit) Riedmaiers Lockruf gefolgt und sollten -wie so oft- nicht enttäuscht werden.

Lawinenstufe 3 - ein Ausflug in steileres Gelände musste ausgeschlossen werden. Pit meldete sich noch am Abend zuvor bei etlichen Teilnehmern: "es geht aufs Galtjoch" - Lechtal also.
Pünktlich abgefahren um 7.00 Uhr an der Geschäftsstelle der Sektion, mutierte die Landschaft von braungrüner Vorfrühlingswiesenpampe (bis Füssen) zum Schneeparadies hinter der Grenze zu unseren österreichischen Nachbarn.
Die unteren Parkplätze in Rinnen sind begehrt und so konnten wir -trotz unserer relativ zeitigen Anreise- nur mit Glück eine Lücke für unseren Bus und die 2 Pkws ergattern.

Dass der Tross aus zumeist erfahrenen Skitourengängern bestand, zeigte sich schon von Anbeginn des Trips:
Felle bereits aufgezogen, Material bei jedem ordentlich verstaut und die Perlenschnur in kurzem Abstand an dem von Pit abgenommenem LVS-Check vorbei - perfekt.
Versprach der Wetterbericht 10 (zehn!) Stunden Sonnenschein, fragte sich so mancher, wie die Sonne das bis zum Abend noch schaffen sollte!??
Erst über einen Forstweg, dann in einigen Kehren durch den Wald, waren die 539 Hm zur Ehenbichler Alm bald erreicht, diese aber erst mal rechts liegen gelassen. Eine Aufstiegsvariante östlich der Abendspitze wurde wegen der unsicheren Lage und der hohen Teilnehmerzahl sicherheitshalber verworfen und so orientierten wir uns davon südlich.
Nicht sehr viel weiter sah man schon den freien Bergrücken, der bei Pulverschnee eine unschwierige, genussvolle Abfahrt verspricht. Allerdings muss der ja erst mal bezwungen werden. Ab jetzt wurde die von der schon ziemlich großen Anzahl an Vorgängern gefestigte Spur immer steiler, blieb aber in einem insgesamt noch recht gemäßigten Niveau.
"Wie Wertacher Hörnle, nur ein bisschen höher und mehr Schnee" war die Einschätzung eines Teilnehmers, dem nicht nur der Verfasser dieses Berichtes beipflichtete.
Galtjochkreuz erreicht und nun begann die Sonne sich endgültig Bahn zu brechen. Panorama und Wetter? "10 Punkte" auf der bis "10" begrenzten Skala.
Noch schnell das Gipfelfoto gemacht und ab ging die Sause durch abschnittweise noch immer unbefahrenen, sonnenstrahlbedingt aber ein weinig schwerer gewordenen (fast noch-) Pulverschnee. Beim Betrachten des Fahrkönnens einiger Teilnehmer hätte man annehmen können, dass es sich um lockersten Pulverschnee par excellence handelte. Wow, wirklich schön anzusehen!
Nicht unbedingt geplättet von der Rasanz der Abfahrt, aber trotzdem zufrieden mit dem `Gesamtpaket` landeten wir zum Einkehrschwung auf der Terrasse der Ehenbichler Alm. Auch eine Empfehlung, was sowohl Küche als auch die Freundlichkeit des Personals betrifft.

Wer die nachfolgende Schlussabfahrt nicht über den Forstweg fahren wollte, hatte (durchaus) seinen Spaß an einer einigermaßen engen wie buckligen Route durch den Wald.

Danke an Pit, für die tolle Planung und Durchführung sowie Markus für die umsichtige Einschätzung der Sachlage. Danke auch an die Sonne, die kurzerhand noch ordentlich Gas gegeben hat und ihr Versprechen zuverlässig einhalten konnte.

So wird die Erfolgsgeschichte "Karfreitagsskitour" auch das nächste Mal wieder fortgeschrieben.

 

Text: Wolfgang Stache
Bilder: Hans Hörmann

 

 

 

 

 

 

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