Berliner Höhenweg

vom 7. bis 14. Juli 2017

Aufstieg zur Gamshütte

Freiluftdusche auf der Gamshütte

Von der Gamshütte zum Friesenberghaus

Blockfelder haben wir viele überquert

Dies ist kurz vor dem Friesenberger Haus. An diesem Tag waren wir 9 Stunden unterwegs und waren froh, endlich diesen Wegweiser zu sehen

Weg zur Olperer Hütte

auf der Brücke vor der Olpererhütte

steiler Aufstieg mit Gletscherblick zum Furtschaglhaus

Berliner Hütte

in der Berliner Hütte

am Schwarzsee auf dem Weg zur Mörchner Scharte

Hängebrücke kurz vor der Kasseler Hütte

Kasseler Hütte - der Hüttenwirt ist ein Oberstdorfer

Lager in der Kassler Hütte - vorbildlich und kuschelig

Alf und Edgar

Ziel erreicht - die Karl-von-Edel Hütte

Hochalpine Rundwanderung (80 km) durchquert die Zillertaler Alpen bis zur Kasseler Hütte (70 km), der Siebenschneidensteig (Aschaffenburger Höhenweg) (10 km) setzt die Schlussetappe bis zur Karl-von-Edel-Hütte.

Organisation: Inge Siebert, Teilnehmer: Rainer Siebert, Gabi Brack, Gerhard Jodl, Manfred Maucher, Maria Wiedemann, Rita Kleinhans, Margit Huber, Susanne u. Edgar Sirch, Michaela u. Clemens Wurm

Wir nutzen die TrekkingPauschale (Matrazenlager, Halbpension) des Hochgebirgs-Naturpark „Zillertaler Alpen“. Die Anreise genießen wir entspannt per Bahn über München, Jenbach. Die Zillertalbahn bringt uns bis Mayrhofen, weiter geht es mit dem Bus bis zu unserem Ausgangsort Finkenberg.

 

Freitag, 7.7.2017
Finkenberg (910m) – Gamshütte (1.921m)
mittelschwer – Anstieg ca. 1.000 Hm, 3 Stunden

Abfahrt um 8.00 Uhr in Mindelheim, Ankunft in Finkenberg bei Sonnenschein gegen 13.00 Uhr. Über den Hermann-Hecht-Weg erreichen wir die  Gamshütte rechtzeitig, bevor sich das Gewitter entlädt. Ein erfrischendes Erlebnis; bei einzigartigem Bergkulissenpanorama genießen einige die Kaltdusche in Freien.

 

Samstag, 8.7.2017
Gamshütte (1.921m) – Friesenberghaus (2.498m)
schwer - Anstieg 1.100 Hm, Abstieg 540 Hm, 8 1/2 Stunden

Diese Etappe ist mit ca. 15 km die längste und anspruchsvollste auf dem Berliner Höhenweg. Es besteht keine Einkehrmöglichkeit während der gesamten Tagesetappe. Kurz vor der Hütte lädt uns der Wesendlekarsee zu einem erfrischenden und kühlenden Bad ein. Anschließend ist der Anstieg zum Wesendlekar leichter in der Hitze zu bewältigen. Unser Tagesziel erreichen wir auf dem Steig um die Ausläufer des Petersköpfls.

Sonntag, 9.7.2017

Friesenberghaus (2.498m) über Olpererhütte (2.389m) zum Furtschaglhaus (2.295m)
schwer - Anstieg 700 Hm, Abstieg 900 Hm, 6 1/2 Stunden

Nach einem kräftigenden Frühstück geht es in steilen Kehren hinauf zur Friesenbergscharte. Gemütlich setzt sich der Weg fort, dann waagrecht über Wiesen zur modernen Olpererhütte. Nach kurzer Einkehr auf der Terrasse starten wir mit Blick auf den Schlegeisspeicher und auf den  vergletscherten, bis zu 3.510 m hohen Alpenhauptkamm gerichtet, zum Furtschaglhaus. Nach Abstieg zum Speichersee folgen wir der Uferstraße bis zum Ende, dann steigen wir bei 30 Grad Hitze zwischen Wasserleklamm und Furtschaglbach in vielen Kehren im steilen Hang, auf zeitweise treppenartigem Weg, unserem Tagesziel entgegen.

 

Montag, 10.7.2017
F
urtschaglhaus (2.498m) – Schönbichler Horn (3.134m) – Berliner Hütte (2.044m)

schwer - Anstieg 900 Hm, Abstieg 1.060 Hm, 6 Stunden
Alternative: Abstieg Schlegeisspeicher (1.782m), kurze Fahrt mit dem Bus bis Gasthof Breitlahner (960m), Aufstieg zur Berliner Hütte (2.044m)
Aufstieg 1.084 Hm, Abstieg 716 Hm
Am Morgen schlechtes Wetter „prasselnder Regen, starker Wind“. Wir entscheiden uns die höchste Stelle, das Schönbichler Horn (3.133m), nicht anzugehen. Wir steigen bei strömenden Regen ab, dann bis zur Bushaltestelle Schlegeisspeicher (1.782m). Um 9.00 bringt uns der Bus bis zum Gasthof Breitlahner (960m), dort legen wir eine Kaffeepause ein. Bevor wir das architektonische Highlight auf dem Höhenweg bestaunen, eine kurze Rast an der Alpenrose Hütte. Die 1879 errichtete „Berliner Hütte“ wurde mehrfach erweitert und steht seit 1997 unter Denkmalschutz. Eine Erhabenheit öffnet sich beim Betreten der Eintrittshalle, dem Speisesaal. Man fühlt sich ein wenig wie in einem Grandhotel um die Jahrhundertwende.

Dienstag, 11.7.2017
Berliner Hütte (2.044m) –
Greizer Hütte (2.226m)
schwer – Anstieg 1.200 Hm, Abstieg 1.100 Hm, 7 Stunden

Über die Böden des Schwarzensteinmoors wandern wir zum wunderschönen Schwarzsee. Den Rosskar folgend erreichen wir die Mörchenscharte (2.872m) über kleine Schneefelder und einigen steileren Serpentinen. Nach einem kurzen, steilen Stück mit Seilversicherungen, gut zu bewältigen bei trockenem Wetter, geht es in Serpentinen hinab in den Floitengrund. Hier ist Achtsamkeit geboten, durch Steinschlag (Klimawandel - Permafrost). Bevor wir den Talboden erreichen, den Bach überqueren und der Greizer Hütte näher kommen, sind noch einige Seilversicherungen und eine Aluleiter zu bewältigen.

Mittwoch, 12.7.2017
Greizer Hütte (2.226m) – Kasseler Hütte (2.177m)
mittelschwer – Anstieg 650 Hm, Abstieg 700 Hm, 6 Stunden

Sanft ansteigend, ab und an über ausgelegte Steinplatten, dann steiler erreichen wir die Lapenscharte (2.701m). Es eröffnet sich uns ein Blick in das Stilluptal und hinüber zur Kassler Hütte. Wir gehen ein Stück den Weg zur Grüne-Wand-Hütte (1.438m) und folgen dann dem Steig Richtung Kassler Hütte, der leicht bergab bis zu einer seilversicherten Stelle über die tief eingeschnittene Schlucht der Elsenklamm führt. Von dort wandern wir den Talkessel entlang, über eine „imposante“ Hängebrücke zu unserer Übernachtungsmöglichkeit. Im Gespräch mit dem Hüttenwirt erfahren wir, dass Martin Gamper aus Oberstdorf stammt und seit 11 Jahren die Hütte mit seiner Frau bewirtschaftet. Als Wanderer aus seiner Heimat, werden wir zu einem Begrüßungsschnaps eingeladen.

Donnerstag, 13.7.2017
Kasseler Hütte
(2.177m) Karl-von-Edel-Hütte (2.238m)

Mit der Schlussetappe über den Siebenschneidensteig (Aschaffenburger Höhenweg – 14 km) zur Karl-von-Edel-Hütte (2.238m) setzt die „Zillertaler Runde“ noch einen fulminanten Schlussakkord.

schwer, Aufstieg 800 Hm, Abstieg 750 Hm, 9 Stunden

Alternative: Abstieg Kasseler Hütte (2.177m), kurze Fahrt mit dem Sammeltaxi, Aufstieg zur Karl-von-Edel-Hütte (2.238m)
Aufstieg 1.122 Hm, Abstieg 1.061 Hm

Am Abend zuvor gab es von Martin Gamper den Wetterbericht und eine detaillierte Wegbeschreibung. Hinweis, der Siebenschneidensteig ist bei Regen sehr kräftezehrend (Blöcke tlw. überwuchert von Flechten). Wegen Regen, schlechter Sicht entscheiden wir uns zum Abstieg (2 1/2Stunden). Freude, wir werden schon vom Taxifahrer erwartet, arrangiert von Hüttenwirt. Wir steigen am Stillupspeicher (1.116 Hm) aus und wandern steil bergauf zur Filzen Alpe. Gestärkt treten wir den letzten Abschnitt über die Bergstation Ahornbahn zur Edelhütte an.

Freitag, 14.7.2017
Karl-von-Edel-Hütte (2.238m)Bergstation Ahornbahn (1.966m)– Mayrhofen (650 m)
Abstieg: Bergstation Ahornbahn 290 Hm, Mayrhofen 1.588 Hm

Die Seilbahn nutzen vier, die restliche Gruppe steigt die 1.600 Hm über die Föllenbergalpe und dem Gasthaus Alpenrose in 3 Stunden nach Mayrhofen ab.

Bevor wir die Rückreise per Bahn antreten, lassen wir uns von der einheimischen Gastronomie verwöhnen.

Wandern  -  „Ein Genuss für die Seele“

Bericht: M. Wurm

Bilder: Inge Siebert

Deutscher Alpenverein
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