Rheinschlucht und Pinut Klettersteig

am 15. und 16. Juli 2017

Camping Trin-Mulin "Rezeptionsschildkröte" - Maria W. und Peter, Maria H., Rosi, Christina, Luciano und Bruno.

Ruinaulta - Am Schwarzen Loch

Ruinaulta - Rheinschlucht

Luciano und Bruno warten auf die Rhätische Bahn an der Station Versam/Safien

Pinut Klettersteig - Luciano, Christine, Bruno, Maria

Pinut Klettersteig - Christine, Bruno

Pinut Klettersteig - Maria und Peter

entspannte Zugfahrt - Rosi und Christine

Camping Trin-Mulin: Fast wohnmobilfrei und mit zeltenden Familien! So etwas gibt es kaum noch und dazu eine unbürokratische Ansage: Freie Platzwahl, sucht Euch selber was aus. Da konnte Peter auch seinen Anhänger mit dem Zeltkomfort für seine drei Damen gleich abstellen und die Anderen gruppierten die Zelte dazu. Somit war die Übernachtung gesichert und wir fuhren weiter bis Ilanz-Bahnhof. Von dort wandert man direkt am Vorderrhein Richtung „Ruinaulta“. Dies ist die romanische Bezeichnung für die spektakuläre Schlucht, die der Rhein durch den Bergsturz vor ca. 9500 Jahren gegraben hat und damit den entstandenen Ilanzer See wieder entwässerte. Geologie zum Anfassen! Ziel war der Bahnhof Versam-Safien. Erst drei Kilometer vorher verlässt man das Rheinufer und umgeht durch etwa 150 m Anstieg eine Engstelle am Fluss. Man kommt danach in die spektakuläre Mitte der Schlucht und eigentlich sollte man dort die weiteren Wege nutzen – für uns kam fast zu früh die Bahn zurück bis Ilanz.

Am Lagerfeuer abends (übergroßer Dank nochmals an Peter, dem bewunderten Feuergeist) gab dann jeder das Beste aus seinem Keller dazu.

Immer dasselbe: Morgens muss man fast aggressiv werden, damit man seine Mitstreiter von den dicken Luftmatratzen herunterbekommt. Es war halt um sieben Uhr noch viel zu friedlich auf dem wunderschönen Zeltplatz. Aber dann lief es an: Hinauf nach Flims – weiter bis Fidaz und gerade die beiden letzten Parkplätze waren unser. Nach 20 Minuten Anstieg ist man am ältesten Klettersteig der Schweiz. Bereits 1739 erstmals erwähnt, war es damals die Möglichkeit, zu den Wiesen der beiden Unterbrechungen Pinut und Pardatsch zu kommen. 1907 wurde der Steig  ausgebaut und 2007 renoviert, sodass man jetzt gefahrlos auch Anfänger mitnehmen kann. Hühnerleiter, Höhle, Tunnel – locker wurde hochgeklinkt und nach rund 800 Höhenmetern das „Ausstiegsbuch“ beschriftet: „Luciano 7 Jahre, Bruno 9 Jahre, Maria und Rosi mit erstem Klettersteig und Christine, Maria 2, Peter und Sigi!“ Die restlichen Höhenmeter bis zum modelnetten Selbstversorgerhüttchen unterm Gipfelkreuz des Flimsersteins führten durch unendlich schöne Bergwiesen. Nicht alle schafften es, den Kuhfladensee am Abstieg nach Bargis zu umgehen – aber dafür wartete schon der Bus zum Parkplatz. Letztlich mussten wir den Luciano schlafend aus dem Bus tragen – anscheinend war der sonnenheiße Abstieg doch anstrengend. Nochmals Kaffee am Zeltplatz, die trockenen Sachen einpacken und ab wieder nach Deutschland.

Bedanken möchte ich mich noch besonders bei den um meine Enkel so besorgten und hilfreichen Damen der Gruppe. Es war wunderschön!          

Text und Bilder: Sigi Weipert

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