Pistenskitour mit Varianten

vom Söllereck bis fast zur Kanzelwand ;-)

↑Headerbild↑ und jetzt der Reihe nach:

lockerer Start im zähen Nebel

von dort dann in die Sonne

am 1. Etappenziel

Fernsicht in der Sonne

Fernsicht in der Sonne II

Fernsicht in der Sonne III

weiter geht`s

und drunten herrscht der Nebel

weißes Meer

Kontrast

Schöner Platz für die...

...Pause vor dem Steilstück

Pause II

Pause III

Queren und Spitzkehren üben

Rückzug

Einkehr I

Einkehr II

nach der letzten Abfahrt

In der Früh um 6:00 Uhr sehen wir aus dem Fenster und stellen fest: Triste Nebelsuppe trotz angekündigtem Traumwetter. Nichtsdestotrotz, die Tourenausrüstung liegt schon seit gestern Abend vorbereitet im Flur und kneifen gilt nicht.
Zu sechst machen wir uns los Richtung Süden und Peter, unser Tourenleiter mit dem Riecher für Sonnentouren, schlägt vor, mangels Schnee statt dem Füssener Jöchle nun das Söllereck bei Oberstdorf für unsere Pistenskitour anzusteuern.

Munter und in freudiger Erwartung, was dieser Tag für uns bereithält, laufen wir an der Piste des Söllerecks nach oben. Wir müssen nicht lange warten, schon reißt der Himmel auf und wir gehen aus dem Nebel der Sonne entgegen.
Vorbei am Berghaus am Söller (der Cappuccino winkt erst mal noch aus der Ferne), halten wir uns links Richtung Fellhorn und werden nach einigen Metern mit einer atemberaubenden Aussicht verwöhnt. Wie ein Meer liegt das Tal im Nebel, ein Gefühl wie „über den Wolken“ und wir sind umringt von den Traumzielen der Oberstdorfer Bergwelt: Nebelhorn, Höfats, Trettach, Mädelegabel,...
Beschwingt geht es weiter und wir sind froh, dass die Sonne noch nicht allen Schnee auf dem Weg weggeschmolzen hat. Hin und wieder schnallen wir unsere Ski ab, um unsere Felle zu schonen und tragen sie ein Stück. Es riecht schon nach Frühling in den Bergen.
Ab der Söller-Alpe geht es wieder etwas anspruchsvoller und steiler nach oben und wir gönnen uns eine Genusspause in der Sonne. Gestärkt üben wir uns sowohl in Spitzkehren, wie auch in Kondition und registrieren beiläufig, dass es doch noch 3 Stunden zur Kanzelwand sind.  Wir sehen der einen oder anderen Gleitschneelawine zu und erreichen mittlerweile etwas verschwitzt den Grat. Auch hier müssen wir immer wieder einmal die Ski abschnallen und wandern. Toll, was unsere Rucksäcke so alles können.  Es lassen sich auch an den Kleinsten noch Ski befestigen. Überhaupt können wir so auch einmal in eine „Hochtour“ reinschnuppern.
Peter eilt schon mal voraus und erkundet den Weg, die Schneeverhältnisse scheinen schwierig. Es kommt das Signal zum Abbruch, über manche Wehe können wir nicht ungefährdet gehen.
Einstimmig kehren wir um, gehen den schweißtreibenden Weg zurück und manch einem Pistenskifahrer unter uns kommt die Erkenntnis, jetzt seine Grenzen neu zu definieren. Mit guten Tipps vom Profi kommen auch alle weniger passionierten „Tiefschneefahrer“ heil die leichte, jedoch schon sehr aufgefirnte Tiefschneeabfahrt herunter. Wir üben uns in Ab- und Auffellen und können uns dann nach kurzer Pistenabfahrt den bereits erwähnten Cappuccino gönnen.
Nach den kulinarischen Hüttenschmankerln und dem unglaublichen „Heidelbeerschmarrn“ im Berghaus am Söller, raffen wir uns schweren Herzens wieder auf. Die letzten Sonnenstrahlen werden vom Nebel abgelöst, in den wir wieder eintauchen.
Glücklich, erschöpft sowie um einige Tourenvarianten und Erfahrungen bereichert, treten wir im Kleinbus die Heimfahrt an. Schade, dies wird für diese Saison wohl die letzte Skitour gewesen sein. Oder sollten wir doch noch einmal losziehen...?

 

Text: Wolfgang Stache

Bilder: Christine Heim, Wolfgang Stache

 

 

 P.S. eine ähnliche Variante (zur Fehllhornbahn) ist ganz unten zu finden:

 

 

 

Deutscher Alpenverein
Sektion Mindelheim e.V.
Luxenhoferstraße 1a
D-87719 Mindelheim

Telefon: 08261/738073
Telefax: 08261/738074
info(at)alpenverein-mindelheim.de