Mindelheimer Klettersteig entspricht modernsten Standards

MÜNCHEN. Einer der bergsteigerischen Höhepunkte der Allgäuer Alpen ist wieder im Top-Zustand. Nach der Komplettsanierung durch die DAV-Sektion Mindelheim ist der Mindelheimer Klettersteig bei Oberstdorf wieder begehbar. Durch die hohe Besucherzahl in den letzten 30 Jahren und durch Witterungseinflüsse wurde eine Instandsetzung notwendig. Dafür hat der Deutsche Alpenverein (DAV-Sektion Mindelheim und Hauptverein) 40.000 Euro investiert. Unterstützung erhielt der Verein dabei von der Versicherungskammer Bayern, welche für die Sanierung 25.000 Euro zur Verfügung stellte.
Am 22. August 2007 wurde der Klettersteig im Rahmen einer Pressekonferenz mit anschließender Begehung offiziell wieder eröffnet.

Sanierungsmaßnahmen
Im Zeitraum von 1973 bis 1975 errichtete die DAV-Sektion Mindelheim den Klettersteig über die Schafalpenköpfe in den Allgäuer Alpen. Dafür wurden 71 Drahtseile, 184 Tritteisen und 121 U-Bügel im Fels verankert. Diese Sicherungen wurden nun , rund 30 Jahre später, erneuert. Dazu wurden 400 Haken und 900 Meter Drahtseil verwendet. Außerdem wurden Orientierungstafeln aufgestellt und Sicherungsseile mit Nummern versehen, damit jeder Kletterer im Notfall in der Lage ist, seine genaue Position durchgeben zu können. Für die Sanierungsarbeiten wurde eine Firma beauftragt. Es waren 7 Helfer im Einsatz, die rund 540 Arbeitsstunden leisteten.
Um die rund fünf Wochen andauernden Reparaturarbeiten durchführen zu können, wurde mit einem Helikopter das benötigte Material auf den Berg geflogen.

Mit den abgeschlossenen Arbeiten wird der DAV dem Trend gerecht, dass immer mehr Bergsportler das Klettersteiggehen neu entdecken. Doch auch wenn der Steig zwischen der Fiderepass-Hütte und der Mindelheimer Hütte nun den neuesten Standards entspricht, sind Unfälle nie ausgeschlossen.

Bilder von der Sanierung finden Sie hier.

Ständiger Sanierungs- und Betreuungsaufwand
Wasserschäden, Muren, Lawinen, Sturmschäden und Erosion – das sind die größten Probleme, mit denen die wegebetreuenden Sektionen des Deutschen Alpenvereins alljährlich konfrontiert werden. Gemeinsam mit dem Hauptverein bringen die Sektionen pro Jahr zwischen 1 und 2,5 Millionen Euro für notwendige Instandhaltungsmaßnahmen auf. Da sich diese Summen nicht allein aus Mitgliedsbeiträgen finanzieren lassen, ist der Verein auch auf die Unterstützung von außen angewiesen. Neben staatlichen Stellen sind dies vor allem Partner aus der Wirtschaft, die zum Teil materielle Unterstützung in Form von Ausrüstung, Werkzeugen oder Material zur Verfügung stellen, zum Teil aber auch beachtliche finanzielle Leistungen erbringen.

Partnerschaft für mehr Sicherheit – Versicherungskammer Bayern und DAV
Seit 1997 arbeiten DAV und Versicherungskammer Bayern gemeinsam daran, Wege und Steige in den Alpen sicherer zu machen. In diesem Zeitraum konnte der Deutsche Alpenverein Zuschüsse der Versicherungskammer Bayern in Höhe von über 700.000 Euro an die wegesanierenden Sektionen auszahlen. Im gesamten Alpenraum wurden für diese Gelder Wanderwege, Klettersteige und zum Teil auch Kletterrouten saniert. Eine Tafel zu Beginn und zum Ende der sanierten Wege sowie kleine Hinweisschilder unterwegs weisen auf die Zusammenarbeit hin.

 

Kontakt:
DAV Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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089/14003-94
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Deutscher Alpenverein
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